Vom Film inspirierte Figuren wie Piraten ("Fluch der Karibik") und Weltraumkrieger ("Star Wars") finden sich im Karneval immer wieder. Für solche Trends hat Franz-Josef Möhlich, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK), nicht viel übrig: "Im Karneval sollte es bunt auf den Straßen und Partys zugehen. Wenn sich alle gleich kleiden und vermeintlichen Kostümtrends der Hersteller folgen, wird der Karneval langweilig", findet er.
Aber es gebe natürlich Tendenzen: Schon seit einigen Jahren sind aufreizende, sexy Kostüme besonders gefragt. Aber auch Berufskostüme wie Ärzte und Mönche, Märchengestalten wie Teufel und Hexe finden sich immer wieder.
Doch eine gute, individuelle Kostümidee zu finden, kann schwer sein. Der AKK-Präsident hat einen Tipp: Toll komme immer an, was einen regionalen Bezug hat. Aber auch aus Dauerbrennern, die man in jedem Kaufhaus findet, könne man noch etwas Besonderes zaubern, sagt Möhlich.
Kostüm von der Stange lässt sich aufpeppen
"Viele, die sich ein einfaches Kostüm von der Stange holen, peppen das noch auf." Grund dafür sei der Ehrgeiz, auffallen zu wollen unter hunderten Jecken und Narren. Individuelles Make-up, eine ungewöhnliche Frisur, aber vor allem auffällige Accessoires helfen dabei. "Ich habe im vergangenen Jahr eine Gruppe Vampire getroffen, die sahen toll aus in einem normalen Kostüm - sie hatten dazu aber farbige Kontaktlinsen, tolle Haare, ein super geschminktes Gesicht."
Ein richtiger Jeck beginnt mit der Kostümsuche schon jetzt. So hat er genügend Zeit, um Ideen zu entwickeln und das richtige Kostüm zu finden oder selbst zu gestalten. (dpa)
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