Informationsnachmittag für Lehrer erstmals vor den Ferien / Schüler schreiben ab 19. September eigene Artikel
Die Experten des Dortmunder Media Consulting Teams haben in Kooperation mit der MT-Lokalredaktion wieder einen umfangreichen Ordner mit Material zur theoretischen und praktischen Beschäftigung mit modernen Massenmedien zusammengestellt. Dieser ist sechs Wochen lang Grundlage des Schulunterrichts. Vor allem im Deutschunterricht wird "Zeitung" thematisiert, einige Schulen nutzen den Zeitungstreff aber auch zu fächerübergreifendem Unterricht.
Die Redakteure des Mindener Tageblatts und des Vlothoer Anzeigers sind in den Projektwochen viel und oft an den heimischen Schulen unterwegs. Sie berichten unter anderem darüber, wie Nachrichten aus aller Welt in Minden in die Zeitung kommen, erzählen Interessantes aus ihrem beruflichen Alltag und beantworten viele Schülerfragen. Vor allem aber erarbeiten sie mit den Teilnehmern Ideen für eigene Berichte und besprechen später die entstandenen Artikel.
Dass jeder Schüler selbst einen Artikel recherchieren und schreiben kann, ist der zentrale und wichtige Kern des "Zeitungstreffs". "Es ist immer wieder spannend zu sehen, welche Themen den Jugendlichen besonders am Herzen liegen", sagt MT-Redakteurin Monika Jäger, die das Schulprojekt von Anfang an organisiert und betreut. "Vor zehn Jahren konnten wir uns von Beiträgen über Piercing, Tattoos und Magersucht kaum retten. Inzwischen geht es in den Beiträgen deutlich stärker um das alltägliche tatsächlich erlebte Lebensumfeld der Schüler." Zu diesen gehörten Berichte über schlechte Busverbindungen, unfreundliche Türsteher an Diskotheken und gefährliche Stellen des Schulwegs ebenso wie Beiträge über die eigenen Sportvereine und Schüleraustausch.
Jäger nennt zwei Gründe für diese Entwicklung. Zum einen sagt sie, Schüler hätten durch die Verbreitung sozialer Netzwerke gelernt, klar zu Dingen Stellung zu beziehen, die sie für Missstände halten. Zum anderen sähen Lehrer und Teilnehmer inzwischen deutlich, dass der Zeitungstreff ein Projekt mit journalistischem Anspruch ist. "Wir fordern nachdrücklich, dass die Schüler bei Menschen hier bei uns vor Ort recherchieren und nicht eine Art Fachaufsatz mit Internetrecherchen abgeben", sagt die Redakteurin. "Wir sehen die Artikel, die uns eingereicht werden, genau durch und schreiben in der Regel eine detaillierte Rückmeldung."
Dennoch finde nicht jeder geschriebene Artikel seinen Weg in die gedruckte Zeitung. "Wir wählen die besten Berichte aus", erläutert Nina Könemann, die ebenfalls schon seit Jahren zum Zeitungstreff-Team gehört. "Die meisten anderen veröffentlichen wir allerdings auch: auf der Homepage unter
www.zeitungstreff.de."
Auf dieser Homepage - die zurzeit aktualisiert wird - finden die Teilnehmer neben ihren selbst geschriebenen Berichten umfangreiches Hintergrundmaterial zu Zeitung und Medien, Tipps zur Recherche und zum Schreiben von Artikeln, Unterlagen der Zeitungstreffs der Vorjahre und Kontaktadressen.
Lehrer, die erst spät Klassen übernommen haben und noch teilnehmen möchten, sollten das mit Monika Jäger oder Nina Könemann besprechen. Der Zeitungstreff läuft vom 19. September bis zum 21. Oktober 2011.
Kontakt: Monika Jäger (0571) 882-148, Nina Könemann (0571) 882-260.