Hille (zt). Viele Jugendliche wollen mit Hilfe eines Schüleraustausches andere Länder und Kulturen kennen lernen. So auch Aleks Wilms, ein amerikanischer Austauschschüler, der seit dem 3. September 2009 Schüler in der 11a der Verbundschule Hille ist. Dort wird er Dank eines Stipendiums ein Jahr lang am Unterricht teilnehmen.
Der 17-jährige Aleks Wilms aus dem amerikanischen Bundesstaat Virginia entschloss sich, einen Schüleraustausch zu machen, um die Welt zu sehen. Warum jedoch wollte er nach Deutschland? Sein Vater sei Deutscher und es gebe jährlich einen Austausch zwischen jeweils etwa 250 Jugendlichen in Deutschland und Amerika, so Aleks Wilms.
An diesem Austauschprogramm habe er teilgenommen. "Jetzt gefällt es mir hier gut", berichtete Aleks in einem Interview.
Doch wie finden seine Eltern den Austausch? "Mein Vater hat sich gefreut und meine Mutter vermisst mich, aber meine Eltern haben im Moment auch zwei Austauschschüler, einen aus Aachen und einen aus Aserbaidschan."
Die Autos sind in den USA größer
Die Gastfamilie, in der er hier lebt, ist laut Aleks "wirklich nett" und er ist zwar nicht in derselben Klasse wie in Amerika, doch er findet es gut, dass die Schulpausen in Deutschland länger sind. Außerdem hat er an der hiesigen Schule nicht jeden Tag bis 16.00 Uhr Unterricht wie in Virginia.
Die Unterschiede machten die Reporter der Klasse 8g neugierig: "Was gibt es denn noch so für Unterschiede?", wollten sie wissen und es kam tatsächlich noch viel zusammen. "Die Autos sind in den USA größer und die Häuser ganz anders. Unsere Geschäfte haben länger geöffnet und ich habe schon mit sechzehn meinen Führerschein gemacht. Nun besitze ich zwei Autos und meine Familie hat insgesamt elf Wagen. Allerdings ist das Rauchen erst ab 18 und Alkohol trinken erst ab 21 Jahren erlaubt. Die Leute sind anders drauf und natürlich sind auch die Kulturen unterschiedlich", erzählte der 17-Jährige.
"High School Musical"? Von wegen.
"Ihr dürft euch unsere Schule nicht wie bei High School Musical vorstellen. High School Musical ist ganz anders. Das ist nur eine Story und es ist überhaupt nicht wie an unserer Schule. Die Schulregeln an dieser Schule hier finde ich noch strenger als die zu Hause, aber hier fällt es mir leichter und ich mag es hier mehr. An unserer Heimatschule schließen die Lehrer tagsüber die Außentüren ab. Wer dann zu spät kommt, muss wieder nach Hause fahren", berichtete der Elftklässler. Außerdem habe man dort keine Collegeblöcke und schreibe nur auf Linien, nicht auf Kästchen. Es gebe in Amerika auch keine Füller. Den ersten Füller habe er hier gesehen. "Dafür müssen wir keine Fremdsprachen lernen. Es werden aber die Sprachen Latein, Französisch und Spanisch als Kurse angeboten", erzählte er.
Hier jedenfalls lernt er Deutsch. Ob er zu Hause dann mit Akzent spricht?
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