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Das Rezept im Januar kocht der Inhaber des Oscars in Hausberge. Markus Münzer brät ein original Wiener Schnitzel mit hausgemachten Pommes frites.
Da hilft auch das Küchenpapier nichts mehr, auf dem das Wiener Schnitzel zwischen Pfanne und Teller einen Zwischenstopp einlegt, um abzutropfen: die österreichische Spezialität ist eine fettige Angelegenheit. "Dafür ist es aber sehr lecker", lautet der Einwand von Markus Münzer.
Der 28-Jährige ist echter Österreicher und gelernter Koch und erklärt den Unterschied zwischen Schnitzel Wiener Art und dem original Wiener Schnitzel: "Das Schnitzel Wiener Art wird aus Schweinefleisch zubereitet und das Echte aus Österreich aus Kalbsfleisch gemacht und nicht in Paniermehl, sondern in Semmelbröseln gewendet." Klassisch für seine Kärntner Heimat serviert der Koch aus dem Oscars in Hausberge das Schnitzel mit hausgemachten Pommes frites.

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"Kalbsoberschale eignet sich am allerbesten", verrät der 28-Jährige einen Tipp der Koch-Profis und streut Salz und Pfeffer auf das nun platte Stück Fleisch. "Ich salze und pfeffere immer vor dem braten, dann sind die Fasern noch geöffnet und das Fleisch nimmt den Geschmack an", sagt Münzer, der das Oscars gemeinsam mit seiner Frau betreibt.
Sohn Oscar ist Nemensgeber des Cafes
Benannt ist das Cafe übrigens nach dem dreijährigen Sohn der beiden. "Der war vor dem Laden auf der Welt und ist der Namensgeber", erklärt der stolze Vater, der seit fast zweieinhalb Jahren österreichische Küche in Hausberge anbietet.
Auf der Speisekarte stehen neben dem Schnitzel zum Beispiel Fritattensuppe, Vogerlsalat, ein herzhaftes Jausenbrettl, Kärntner Kasnudeln, Kässpätzle mit Röstzwiebeln, Tafelspitz mit Sahne-Krensauce und Kaiserschmarrn. Den muss der gelernte Koch und Barkeeper auch immer zaubern, wenn die Schwiegermutter zu Besuch kommt. "Ansonsten ist meine Lust, im Alltag zu kochen eher gering", gesteht Münzer und lacht verschmitzt. Besonders der Abwasch sei dann das Problem.
Das Motto ist "goldgelb"
Aber nun zurück zum Schnitzel und den Pommes frites. Hier lautet das Motto "goldgelb". Nachdem das Fleisch gewürzt ist, wird es in Mehl gewendet, dann in Eidotter getaucht - hier gibt Markus Münzer immer noch einen Schuss Sahne dazu, damit das Ei gut bindet - und zum Schluss in den Semmelbröseln gebadet. Dann wandert das gepuderte Fleisch in die Pfanne. Wichtig: der Butterschmalz muss schön heiß sein, wenn das Schnitzel kommt. "Nun brate ich, bis die Panade auf beiden Seiten godgelb ist", sagt Markus Münzer. Wie es nicht anbrennt? "Genug Butterschmalz und ein Auge drauf haben", lautet der Tipp vom Profi - und legt gleich noch ein Stück Schmalz zu dem Schnitzel in die Pfanne.
Für die hausgemachten Pommes frites schneidet Markus Münzer geschälte Kartoffeln (eine nicht zu mehlig kochende Sorte) in grobe Stifte und kocht sie für etwa drei Minuten im heißen Wasser. Dann lässt er sie für ein paar Minuten ruhen, bevor sie in reichlich Pflanzenöl in der Pfanne für fünf bis sieben Minuten fritiert werden. Und auch hier lautet das Motto "goldgelb".
Angerichtet wird das Schnitzel nicht nur mit Zitrone und frischer Petersilie sondern auch mit einem Klecks Preiselbeeren. "Die gehören einfach dazu", findet Markus Münzer, zu dessen Leibgerichten auch das Wiener Schnitzel gehört. Kein großer Freund ist der Koch von der italienischen Küche und - eher untypisch für einen Österreicher - Süßes liebt er auch nicht so. Dafür mag der 28-Jährige seine neue Heimat. Hat er auch am Anfang gedacht, Porta Westfalica liege in Spanien (Münzer: "Wegen des komischen Namens"), fühlt er sich hier - auch wegen der Berge - nun richtig zu Hause. Und das bisschen Heimat, das vielleicht doch manchmal fehlt, holt er sich kochender Weise. Eben mit Wiener Schnitzel, Kaiserschmarrn und Co.





















