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Mit den Aktionen wollen sowohl das Publikum als auch die Schüler des Ratsgymnasiums ihre Verbundenheit ausdrücken. Ähnliche Aktionen vor den NWD-Konzerten in OWL gab es in den vergangenen Tagen. Dass sich Schüler beteiligen, ist neu.
Hintergrund: Die Finanzierung der NWD lastet auf immer weniger Schultern. Seit Anfang des Jahres ist Bad Salzuflen nicht mehr Mitglied im Trägerverein, Lemgo hat zum Jahresende gekündigt. In Minden war der Austritt zum Januar 2012 bereits politisch beschlossen, als private Förderer auf den Plan traten. Sie übernehmen einen kompletten Jahresbeitrag in Höhe von rund 146000 Euro. Inzwischen haben Förderer und Lokalpolitiker gemeinsam eine Lösung gefunden, die Mitgliedschaft Mindens auf drei Jahre zu sichern.
"Der kommunale Part als Zuschussträger fällt immer mehr weg," sagt NWD-Geschäftsführer Christian Becker. Diese Lücke sei auch mit Einsparungen und Stellenabbau nicht mehr zu schließen. Bis zum Sommer müsse die NWD eine Lösung finden, sonst drohe das Aus.
Um die Entscheidungsträger aus der Politik und Verwaltung aufmerksam zu machen, organisierten regelmäßige Konzertbesucher die Solidaritätsaktionen in OWL. Sie seien sogar künftig bereit, höhere Eintrittspreise zu zahlen, forderten gleichzeitig aber auch die Kreise und Kommunen auf, das Orchester mit seinem Kultur- und Bildungsauftrag zu erhalten. Den Ursprung hat die Aktion in Paderborn. Auch der Mindener Förderverein will mit ihr ein Zeichen setzen. "Ich höre gerne klassische Musik, sie ist eine wichtige Abrundung des kulturellen Spektrums", sagt Jörg Inderfurth vom Förderverein. Zudem schaffe ein kulturelles Angebot Anreize, welche die Stadt interessanter machen. Die NWD dürfe nicht wegfallen.
Cordula Küppers, stellvertretende Schulleiterin des Ratsgymnasiums, hält die NWD ebenfalls für ein unersetzliches Kulturangebot. Deshalb setze sich die Schule für die Musiker ein. "Für uns ist das undenkbar, dass wir hier als Kulturschule kein Orchester mehr haben sollten", sagt Küppers.





















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