Einweihung des ZOB mit Rundfahrten und Informationen für Fahrgäste / Weiterer Ausbau läuft bis zum Frühjahr
VON STEFAN KOCH
Minden (mt). Neun Monate braucht ein Busbahnhof in Minden bis zur Einsatzreife. Gestern fand nun die Eröffnung des neuen ZOB zwischen Lindenstraße und Klausenwall statt. Doch auch nachdem Bürgermeister Michael Buhre zur Taufe den Bus selbst durchs Band steuerte, gibt es einiges zu tun.
Geschäftsleute, Anwohner und nicht zuletzt die ÖPNV-Nutzer selbst hätten viel Geduld bis zur Fertigstellung beweisen müssen, erklärte am Vormittag Bürgermeister Buhre bei seiner Ansprache zu Eröffnung. Zügig und planmäßig seien die Bauarbeiten gelaufen, wenngleich zuletzt eine Verzögerung von einem Monat eingetreten sei. Auch der Kostenrahmen sei eingehalten worden, was bei öffentlichen Baumaßnahmen nicht generell festgestellt werden könne. "Es ist ein gut erreichbarer, übersichtlicher und sehr schöner Verkehrsplatz errichtet worden."
Ludger Siemer, Mitglied der Geschäftsführung des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), erklärte als Fördergeber für das insgesamt 2,5 Millionen Euro teure Projekt, dass der Mindener ZOB kein unbedeutendes Projekt in der Region sei. Die NWL vergebe jährlich 16 Millionen Euro aus Landesmitteln vor allem für Infrastrukturprojekte im ÖPNV der Region. Umbauten und Ausbauten von Busbahnhöfen seien dabei relativ häufig - eine Größenordnung wie jetzt in Minden werde aber eher selten erreicht. Der Busbahnhof sei ein attraktiver Standort, da er in der Innenstadt mit ihren Einkaufsmöglichkeiten liege.
Die ZOB-Taufe nahm gegen 11.30 Uhr Bürgermeister Buhre persönlich vor, indem er in einen Bus stieg und vor einem Bussteig ein über die Strecke gespanntes Band durchfuhr. Es schloss sich ein buntes Rahmenprogramm mit Präsentationen und Gewinnspielen von Anliegerunternehmen an. Stark nachgefragt wurden von zahlreichen Schaulustigen und Gästen die Informationsangebote der Mitarbeiter der OWL-Verkehr im neuen Servicezentrum sowie der Mobilagenten, jener ehrenamtlicher Berater, die bei allen Fragen zu Linien und Abfahrtszeiten helfen. Noch bis zum späten Nachmittag drängte das Publikum in die Busse für kostenlose Rundfahrten zu den Sehenswürdigkeiten auf Mindener Stadtgebiet.
Nicht jeder war aber vom neuen ZOB gleich auf Anhieb begeistert. Kummer bereitete, dass die Toiletten für Menschen mit Behinderungen nicht zu öffnen waren. Manch Mindener vermisste in der gestrigen Januarsonne regensichere Sitzmöglichkeiten. Beklagt wurden Unebenheiten.
Vieles davon soll noch in den kommenden Wochen und Monaten nachgebessert werden. In wenigen Tagen werden laut Stadtverwaltung die Spezialschlösser für die Toiletten geliefert. Markierungen für Radfahrer werden auf die neuen Fahrbahnen aufgetragen. Glaswartehallen werden über den offenen Sitzgelegenheiten installiert. Und vor allem wird in der zweiten Januarhälfte der Bau des Daches fortgesetzt, das bis zum Frühjahr über den gesamten Bussteig ragen soll.
Auch nach Abschluss der Arbeiten am ZOB ist zukünftig mit weiterer Bautätigkeit an der Lindenstraße zu rechnen. Die Volksbank Mindener Land plant, die Häuserzeile vor dem Busbahnhof umzugestalten und eine neue Tiefgarage anzulegen. Von diesen Arbeiten soll der Busbetrieb nicht beeinträchtigt werden. Der Beginn des Projektes ist noch offen.
Fotostrecke
Klicken Sie auf ein Foto, um die Fotostrecke zu starten (39 Fotos).
Bad Oeynhausen (PeSt/red). Auf der Bundesstraße 61 in Bad Oeynhausen ist am Mittwochnachmittag ein Fußgänger lebensgefährlich verletzt worden. Nach... mehr
Porta Westfalica (kül). 26 Spiele benötigte der SV Hausberge in der Fußball-Kreisliga A, um den Betriebsunfall Bezirksliga-Abstieg zu reparieren.... mehr
Der Mann war um 20.50 Uhr mit seiner Honda in der Gemarkung Bohnhorsterhöfen auf der Kreisstraße 21 aus Bohnhorst kommend in Richtung Hille unterwegs.... mehr
Minden (mt). Die Polizei NRW will für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen, deswegen werden vorgesehene Geschwindigkeitsmessungen vorab bekannt... mehr
Nach dem Ratsbeschluss aus dem Jahr 2010 sind für die Stadt Porta Westfalica langfristig nur noch vier Schulen vorgesehen. Weiter sieht der Beschluss... mehr
Tobias Kahnert nennt das "Willkür", Helmut Kruse, Leiter des Bürgerbüros verbittet sich diese Anschuldigung: "Wir müssen immer ein aktuelles Foto... mehr
Gestern zogen im Bürgerbüro der Grünen in der Brüderstraße die Initiatoren Bilanz ihrer sechswöchigen Unterschriftensammlung. Mit ihr wollten sie... mehr
Der Kammerchor Porta Westfalica wurde im Jahr 1988 von dem jetzigen Leiter Georg Kindt gegründet. Zunächst war es ein reiner Projektchor für Lehrer... mehr
Der Mann war um 20.50 Uhr mit seiner Honda in der Gemarkung Bohnhorsterhöfen auf der Kreisstraße 21 aus Bohnhorst kommend in Richtung Hille unterwegs... mehr
Hille (mt/uv). "Prag ist eine Reise wert", so die einhellige Meinung der CDU-Frauenunion Hille. Sie besuchte bei einer fünftägigen Bildungsreise die... mehr
Die Maimesse ist noch eine echte Innenstadtkirmes mit über 165 Schaustellern und Markthändlern, die durch ihre Mixtur aus kleinen, engen Gassen... mehr
"Das Mittelalter ist für mich die Suche nach der Grundlage unserer Kultur", sagt Herbert Althaus aus Hagen. "Und die Neugier: Wie haben die Menschen... mehr
stehenden Code hier ein*: