Erika und Reinhard Niemeyer schmücken jedes Jahr ihr Grundstück mit bunten Lichtern - und es werden immer mehr
VON NADINE SCHWAN
Minden (nas). Erika und Reinhard Niemeyer lieben Lichterketten. In ihrem Garten in der Oberen Altstadt funkeln in der Weihnachtszeit Tausende von bunten Lämpchen. Erst nach den Heiligen Drei Königen wird der Stecker gezogen.
Wer vor dem Haus der Niemeyers spazieren geht, sieht kaum ein Lichtlein brennen. An den Fenstern des 18-Parteien-Hauses, das den Niemeyers gehört, glitzern nur ein paar Lichterketten durch die Gardinen, Weihnachtsdeko steht im Fenster, alles unauffällig. Doch hinten im Garten verbirgt sich ein kleines Lichterwunderland.
Wo genau Niemeyers wohnen, wollen sie im MT nicht verraten. "Vielleicht würden sonst dauernd Leute an der Haustür klingeln und sich den Garten ansehen wollen", meint das Ehepaar. Sie genießen lieber still und heimlich. Nur die Mieter haben von ihren Balkonen Blick auf das Lichtermeer. Dort stehen zwei Rentiere mit Schlitten auf dem Gartenhäuschen, darunter funkelt ein roter Stern, helle Geschenke sind auf dem Rasen platziert, an den Tannen, Büschen sowie am Balkon blinken Lichterketten und in den Beeten stehen Elektro-Blumen.
Ganz besonders stolz ist Erika Niemeyer auf ihre kleine Eisbärenfamilie. "Einer alleine, das wäre ja auch traurig", sagt die 52-Jährige. Dazu gesellen sich zwei weiß-blau leuchtende Pinguine und ein Weihnachtsmann.
"Es kommt jedes Jahr etwas Neues dazu", sagt Erika Niemeyer. Nach und nach haben sich so unzählige Teile angesammelt. Den Rest des Jahres werden sie im Keller verstaut. Pünktlich nach Totensonntag holt Reinhard Niemeyer die Kisten aus dem Keller und schließt die Lichterketten an. "Das dauert so ungefähr eine Woche", schätzt er. Ab dann brennen sie täglich von 17 bis 22 Uhr - das schon seit zehn Jahren.
Die Kabel werden unterirdisch verlegt. "Im Sommer spielt mein Mann dann Maulwurf und buddelt die ganzen Kabel unter die Erde", sagt Erika Niemeyer. "Allein die Eisbären brauchen sieben Anschlüsse", ergänzt ihr Mann. Über eine zu hohe Stromrechnung können Niemeyers übrigens nicht klagen. "Wir sparen dafür das Jahr über Strom." Außerdem hat Reinhard Niemeyer auf Leuchtdioden umgestellt und die alten Glühlämpchen ausgetauscht. "Das sind nicht solche Stromfresser", sagt der 63-Jährige.
Und obwohl im Garten jede Ecke erhellt ist, hat Reinhard Niemeyer für nächstes Jahr schon ein neues Projekt ins Auge gefasst: einen sieben Meter hohen Fahnenmast, einbetoniert im Garten, an dem 320 LED-Lämpchen leuchten sollen. "Und irgendwann landen hier Flugzeuge im Garten", scherzt seine Gattin.
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