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Das Finale des Land-Art-Festivals am Samstag im Steinbruch des Besucherbergwerks Kleinenbremen konnte an den Erfolg der Auftaktveranstaltung auf Schloss Benkhausen nicht anknüpfen. Am Wetter kann es nicht gelegen haben, vielleicht aber am wenig familienfreundlichen Eintritt am Nachmittag, obwohl der höhere Kartenpreis für das Abendkonzert der NWD noch einige zusätzliche Besucher bescherte. Gut 200 Gäste waren es schließlich.
Am frühen Nachmittag vertestet sich in der Mitmachschmiede von Volker und Thorsten Mundhenke ein einziger Besucher an sein Geschick. Nebenan arbeitet der gelernte Schmied Dietrich Petersen, der beim Anleiten aushelfen sollte, an einem mittelalterlichen Messer, das die Kleinenbremer überreichen wollen, wenn der "Schaumburger Fürst" sein Land bereist.
Der Stelzenläufer, der Ornithologe und die beiden Wachtmeister vom Kleinenbremer Improvisations-Theater "Spek Spek" dürften in den Nachmittagsstunden wohl mit buchstäblich jedem Besucher ihren kleinen, charmanten Schabernack getrieben haben. Und auch die beiden Bergmänner, die stündlich in die Stollen führen, die seit 1988 das Schmuckstück des Museums sind, haben sicherlich die meisten Gäste mit einem herzhaften "Glück auf" kenntnisreich die Arbeitswelt im Berg erläutert. Auch die afrikanischen Trommeln von "Utchena & Friends" konnten nicht mehr Menschen herbeilocken.
Beim Theaterlabor sammelt sich das Publikum
Die Kunstmeile allerdings besteht aus nur sieben Kunst- und Kunsthandwerkerständen. "Enttäuschen wenige Kollegen machen hier mit", sind sich die Plastikerin Gudrun Wentz und der Bildhauer Peter Medzech einig. Die Bildhauerin Bettina Bollmann-Koch, die aus Preußisch-Oldendorf angereist ist, sieht auch positives: "Die Menschen, die an meinen Stand kamen, waren sehr interessiert und haben sich viel Zeit genommen". Danach verlangen ihre Arbeiten allerdings auch, denn zu jeder ihrer Skulpturen aus Steatit (Speckstein) schreibt sie literarische Texte.
Der Eindruck, dass sich auf dem Gelände tatsächlich Publikum befindet, ergibt sich zum ersten Mal am frühen Abend, als um 18.30 Uhr das Theaterlabor aus Bielefeld mit seinem dadaistischen Straßentheaterstück "Honka Dori" auftritt. Wie die Künstler Anfang des 20. Jahrhunderts parodieren sie damit Kunst und Gesellschaft. Sinnfreie Lautgedichte mischen sie mit aktuellen Worthülsen aus Tageszeitung und Politikermund mit absurder Aktion zu einer kunterbunten Collage vor der Kulisse rostiger Förderanlagen. Das ist thematisch ein wenig sperriger als das Auftaktstück "Aerport" in Benkhausen, aber mit ebensoviel Spielfreude in Szene gesetzt. Mitten in einer Fußgängerzone platziert hätte das sicherlich mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Video www.mt-online.de


















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