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30.06.2012
Nie zu einer passenden Einheit geworden
Bezirksliga-Bilanz: Trainer Heiko Eickmeier skizziert die Gründe für die verkorkste Saison des TuS Petershagen-Ovenstädt
VON MARCEL WÄHLER

Petershagen (maw). Fußball-Bezirksligist TuS Petershagen-Ovenstädt stieg mit Ende der Spielzeit ab. Trainer Heiko Eickmeier übernahm das Amt im November 2011 von Thomas Ehlert und versuchte vergeblich den Klassenerhalt zu schaffen. In der Bilanz verdeutlicht er, warum er es nicht schaffte.

Ziele und Zahlen: 14 Zähler in der Hinrunde, 19 folgten in der Rückserie. Bei einem vermehrten Abstieg aufgrund der Ligenreform reichten 33 Zähler am Ende nicht zum Klassenerhalt, der beim Amtsantritt von TuSPO-Coach Heiko Eickmeier Anfang November 2011 als Ziel ausgegeben wurde. Allerdings plädiert TuSPO-Trainer Heiko Eickmeier mit Blick auf die Verfehlung dieses Ziels auf mildernde Umstände: "Es geht natürlich an den Spielern nicht spurlos vorbei, wenn im Umfeld ständig Unruhe ist. Mir kam es schon etwas suspekt vor, dass wir keinen Betreuer oder sonstige Unterstützung vom Verein bekamen." Es ist ein offenes Geheimnis und wurde zuletzt immer wieder deutlich, dass die erste Mannschaft im Verein nicht die Akzeptanz im Klub hatte, wie es woanders üblich ist.

"Überschätzt und oft ohne Harmonie": Die TuSPO-Mannschaft (links). Resignativ: Coach Heiko Eickmeier | Fotos: Marcel Wähler

Stärken und Schwächen: Trotz der alles andere als guten Saison sieht Eickmeier die Defensive als stärksten Mannschaftsteil. "Die war in der Rückserie in Ordnung, auch der Sturm mit Clement Duah bis zu seiner Verletzung und danach mit Ramsi Mejri war sehr effektiv", lobt Eickmeier. Doch es überwiegen eindeutig die Schwächen. Aus dem Mittelfeld entwickelte sich meistens zu wenig Torgefahr, viele Undiszipliniertheiten führten zu Gegentoren und Platzverweisen. "Dazu ist die Mannschaft von außen überschätzt worden. Die vielen Individualisten passten nicht zusammen. Sie müssen harmonieren. Das hat vorher Thomas Ehlert nicht geschafft und ich später auch nicht", gibt Eickmeier zu.

Personal und Planung: Der Kader ist aus Eickmeiers Sicht der Hauptfaktor für den Abstieg. "Denn er war zunächst viel zu groß und völlig falsch zusammengestellt. Es gab eine Grüppchenbildung", moniert Eickmeier. Trotzdem hatte der 54-Jährige für die nächste Saison seine Zusage gegeben und mit Marco Menze (SVKT-A-Jugend), Lukas Versick (FT Dützen) und Alexander Pyntja (Dützen-A-Jugend) schon drei Zugänge fest, mit vier weiteren war der Mindener in guten Gesprächen. Nach seiner Demission im Zusammenhang mit dem Rücktritt von TuSPO-Macher Reinhard Lange sind diese Transfers jedoch hinfällig. Dazu wird fast die gesamte Mannschaft den Verein bis auf wenige Ausnahmen verlassen.

Fazit: "Wenn ich vorher gewusst hätte, was im Verein für eine Eigendynamik gegenüber der ersten Mannschaft entstanden ist, dann hätte ich sie nicht übernommen", zeigt sich Heiko Eickmeier in seinem Resümee ehrlich und gibt zu: "Die Spieler taten mir Leid." Dass der TuSPO dann letztlich aus der Bezirksliga absteigen musste, kam offensichtlich einem Großteil des Vereins entgegen. Wenn das Team den Klassenerhalt sportlich geschafft hätte, dann sich der TuSPO nach einem Vorstandsbeschluss nach dem letzten Spieltag zurückgezogen. Bei Eickmeier bleibt hängen: "Es war toll, dass wir mit unserem Sieg in Rödinghausen Dützen geholfen haben aufzusteigen." Bezeichnend, dass der Erfolg in Rödinghausen aus einer deutlichen Motivationssteigerung herrührte, weil sich nach dem kurz zuvor angekündigten Rückzug von Lange und Eickmeier innerhalb des Teams aus bekannten Gründen eine "Jetzt-erst-recht-"Stimmung bildete.

Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2013
Dokument erstellt am 29.06.2012 um 23:12:19 Uhr
Letzte Änderung am 30.06.2012 um 11:19:52 Uhr

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Kommentare
Es tut schon weh, wenn ein Trainer das Rad adhoc herumzureißen versucht, dann aber erst bemerkt, dass in einer Mannschaft nicht alles so rund läuft. Herrn Eickmeier wünsche ich ein erfolgreicheres kommendes Jahr als es das abgelaufene für ihn gewesen ist.


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