Brand in Häuserzeile für Betreutes Wohnen in der Rodenbecker Straße / Küchenbrand am Flamingoweg
Bei dem Einsatz in der Innenstadt wurden fünf Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Klinikum gebracht.
Der Notruf war am späten Nachmittag bei der Feuerwehr eingegangen: In einer Wohnung im zweiten Obergeschoss in der Rodenbecker Straße 11 brannte es. Das Gebäude ist Teil der Häuserzeile, die zum sogenannten "Rodenbecker Haus" gehören. Hier leben Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen im Betreuten Wohnen. Viele Bewohner sind nur eingeschränkt bewegungsfähig und sitzen im Rollstuhl.
Die Berufsfeuerwehr, die Löschgruppen Stadt-Mitte und Hahlen waren mit 50 Einsatzkräften kurz nach der Polizei vor Ort. Die Bewohner aus den angrenzenden Häusern waren beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits evakuiert worden.
Aber in der Nummer 11 befanden sich noch Personen, eine konnte über die Drehleiter gerettet werden, wie Norbert Riechmann, Sprecher der Mindener Feuerwehr berichtete. Drei weitere Bewohner waren allerdings an Rollstühle gefesselt, sie wurden von den Feuerwehrmännern über das Treppenhaus rausgetragen. Die Bewohner wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Des Weiteren wurde ein 36-jähriger Polizist verletzt, der erste Rettungsversuche unternommen hatte, so Riechmann.
Das Gebäude Nummer 11 ist vorläufig nicht bewohnbar. Die Ursache für den Brand steht noch nicht fest.
80 000 Euro groß ist nach Schätzungen der Feuerwehr der Schaden, der am Dienstagabend bei einem Brand am Flamingoweg entstanden ist.
Um 18.38 Uhr wurde der Brand in einem Mehrfamilienhaus in Todtenhausen gemeldet. In sechs Fahrzeugen rückten die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Löschgruppe Todtenhausen aus. Zwei Trupps gelangten über das Treppenhaus zu der Wohnung im zweiten Geschoss, in der das Feuer in der Küche ausgebrochen war.
Mobiler Rauchverschluss kommt zum Einsatz
Die Feuerwehr setzte neben einem Drucklüfter für den Rauchabzug auch einen mobilen Rauchverschluss ein. Das ist nach Auskunft von Thorsten Kohlmeier vom vorbeugenden Brandschutz der Berufsfeuerwehr Minden eine Art Vorhang, der in Tür- oder Fensterrahmen eingehängt wird. Er ermöglicht den Durchgang für die Einsatzkräfte, aber hält Rauch in der Wohnung "gefangen".
Das Gerät sei von einer Versicherung gestiftet worden, sagte Kohlmeier. Die Bewohner des Mehrfamilienhauses am Flamingoweg hatten das Haus rechtzeitig verlassen können, eine Bewohnerin erlitt eine leichte Rauchvergiftung und begab sich in ärztliche Behandlung. Gerettet wurde eine Schildkröte. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt. Die Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar.
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