Hamburg - Ob der wegen seiner umstrittenen Thesen über die Integration von Zuwanderern suspendierte Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin (SPD) im Falle einer Entlassung eine Abfindung erhält, ist fraglich.
Es sei "für den Fall der Vertragsauflösung keine Abfindung vertraglich zugesichert" worden, schrieb Steffen Kampeter, Parlamentarischer Staatssekretärs im Finanzministerium, der Linkspartei auf Anfrage. Das berichtete heute das "Hamburger Abendblatt". Derzeit bereitet das Bundesfinanzministerium eine Stellungnahme zum Fall Sarrazin vor. Diese will Bundespräsident Wulff einsehen, bevor er über die mögliche Abberufung Sarrazins entscheidet.
Wegen seiner Thesen zu Einwanderern steht der ehemalige Berliner Finanzsenator Sarrazin im Kreuzfeuer der Kritik. Der Bundesbankvorstand hatte Wulff in der vergangenen Woche um die Abberufung des 65-Jährigen gebeten.