Minden/San Francisco (mt/dpa). Offenbar war es ein Streit unter Jugendlichen, der Mechthild Schröer zum Verhängnis wurde.
Das Ehepaar Schröer war auf dem Weg durch das Theaterviertel von San Francisco zurück zum Hotel, als die tödlichen Schüsse fielen.
Grund für die Schießerei war ein Streit zwischen mehreren Jugendlichen bei einer Party in einem Privatclub. "Es war einfach eine Gruppe von Leuten die auf eine andere Gruppe schoss", sagte der stellvertretende Polizeichef Jeff Godown laut dpa am Montag. Ob es sich um einen Kampf zwischen zwei Gangs handelte, war zunächst unklar.
Das Viertel sei eigentlich nicht gefährlich. Es gebe jedoch viele Nachtclubs, wo es in letzter Zeit Probleme und auch Schießereien gegeben hätte, sagte ein Journalist vom lokalen Sender KTVU. Angeblich gab es nach dem Vorfall eine weitere Tat, bei der Schüsse fielen.
Die Beamten wollen Videoaufnahmen auswerten und Augenzeugen befragen. Der Straßenabschnitt mit vielen Einschüssen und Blutspuren war am Montag zur Spurensuche mit Bändern abgesperrt. Fünf Teenager wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen, vier kamen später auf freien Fuß. Ein 18-Jähriger sitzt in Haft. Er soll wegen Mordes angeklagt werden, berichtete KTVU.
Der Bürgermeister der Stadt, Gavin Newsom, verurteilte die Tat als "sinnlose Gewalt". Er sprach der Familie des Opfer sein Beileid aus. Man wolle künftig mehr tun, um solche Verbrechen zu verhindern. San Francisco lebt vom Tourismus. Weltweite Schlagzeilen über Schießereien im vermeintlich sicheren Herzen der Stadt sind nicht gewünscht.
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Im vergangenen Jahr kamen mehr als 15 Millionen Besucher nach San Francisco, rund 200.000 davon aus Deutschland, schätzt das örtliche Fremdenverkehrsamt. Besucher sollten nicht in Panik verfallen, meinte Brockmann. Er lobte San Francisco als "sichere Stadt": "So etwas kann überall auf der Welt passieren." Auch Thilo Krause-Dünow vom Visit USA Comittee sagte, der Fall der deutschen Touristin sei die Ausnahme, nicht die Regel.
Michael-Ende-Schule
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Die Eheleute waren auf einer mehrwöchigen Reise durch Kalifornien. Sie wollten den Geburtstag der Grundschulleiterin und ihr Hochzeitsjubiläum feiern. Mitte Juli waren sie in Los Angeles gestartet, an diesem Samstag sollte der Urlaub zu Ende gehen.
"Unter den Bürgern herrscht schwere Betroffenheit", sagte Mindens stellvertretender Bürgermeister Peter Kienzle am Dienstag. "Die Leute sind schockiert." Die zweifache Mutter war als Schulleiterin an der Michael-Ende-Schule tätig. "Sie war ausgesprochen engagiert und anerkannt", so Kienzle. Die 50-Jährige war seit 1995 an der Grundschule tätig. Im Februar war sie zur Leiterin ernannt worden.
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