Hochverdienter 28:23-Sieger gegen pomadige Lübbecker / Katsigiannis, Just, Schmidt und Schäpsmeier ragen heraus
4050 Zuschauer in der ausverkauften Kampa-Halle bejubelten ihre Mannschaft, die in Spielmacher Stephan Just, Linkshänder Moritz Schäpsmeier, Aljoscha Schmidt und Torhüter Nikolas Katsigiannis ihre Matchwinner hatte.
"Wir wussten, wie wichtig dieses Derby für uns ist. Und wir wollten unseren Fans ihren sehnlichsten Wunsch unbedingt erfüllen", strahlte GWD-Torhüter Nikolas Katsigiannis und rannte als Erster in den Block der begeisterten Anhänger hinüber.
"Wir haben in den vielen Spielen vorher auch immer alles gegeben. Aber diesmal passte endlich alles. Die harte Arbeit der letzten Tage hat sich gelohnt", glaubt GWD-Linksaußen Aljoscha Schmidt nun an die Initialzündung, auf die die Mindener so lange gewartet haben.
"Wichtig ist es, dass wir mit dem Derbysieg unser Selbstvertrauen wiedergefunden haben. Darauf können wir jetzt aufbauen", erklärte der siebenmalige Torschütze "Joschi" Schmidt.
Der TuS N-Lübbecke war auf diese beherzt und vom neuen Trainer Ulf Schefvert taktisch klug eingestellte Mindener Mannschaft nicht vorbereitet. Die Gäste verbuchten nur zu Anfang beim 0:1, 1:2, und 2:3 drei Führungen. Danach bissen sich die pomadig und planlos wirkenden Lübbecker an der sicheren GWD-Deckung und ihrem leidenschaftlich haltenden Keeper Katsigiannis die Zähne aus.
Bei Minden führte Stephan Just dagegen in überragender Manier Regie. Der Lohn ließ diesmal nicht lange auf sich warten. Beim 4:3 durch Moritz Schäpsmeier lag GWD nach acht Minuten erstmals vorn. Nach dem 6:5 durch Joschi Schmidt übernahmen die Gastgeber eindeutig die Initiative.
Erstaunlich bei GWD: Mehrere individuelle Fehler nach der 13:9-Führung führten zwar zum zwischenzeitlichen 13:13-Ausgleich. Doch schnell war die GWD-Truppe wieder auf Linie gebracht. Ein sensationelles Kontertor von Schmidt nach Steilpass von Keeper Katsigiannis brachte mit dem Halbzeitpfiff das psychologisch wichtige 16:14.
Der TuS N-Lübbecke wusste auch nach der Pause keine Antwort auf das entschlossene und druckvolle Spiel der Mindener. Beim 20:18 (Arne Niemeyer, 40.) schien kurzzeitig eine Wende möglich. Doch die Grün-Weißen gaben weiter Gas, erzielten durch Just und Schäpsmeier die wichtigen Matchbälle. Rene Madsen ersetzte Barna Putics auf der halblinken Position und fand immer besser zu seinem Spiel. Der Ungar Putics wurde dagegen nur noch gezielt für eine Freiwurfabgabe eingsetzt, die er zum 25:21 verwandelte.
Und am Ende standen die Zuschauer bei den Toren von Ingimundarson (26:21), Madsen (27:22) und Just (28:22) auf und würdigten den Befreiungsschlag mit Ovationen.
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