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Kochen ist für Heinz-Dieter Ahrens eine Leidenschaft. "Und die Betonung liegt nicht auf Leiden", wie der Chefkoch des Restaurants "Große Klus" schmunzelnd hinzufügt. Und so verkörpert der 50-jährige Koch, der seit etwa 20 Jahren die Kochlöffel in der Küche des Bückeburger Restaurants schwingt und somit fast zum Inventar gehört, das Motto der "Großen Klus" bestens. "Kochen ist Kunst. Essen ist Kultur. Trinken ist Leben." hat sich nämlich das Restaurant, das seit über 70 Jahren im Besitz der Familie Strüwe ist, auf die Fahnen geschrieben. "Kunst ist, wenn es einem Koch gelingt, mit der Zubereitung einer Kartoffel beim Gast ein A-ha-Erlebnis zu erzeugen", meint Heinz-Dieter Ahrens. Erst da finge die Kreativität an, ist der Koch überzeugt.
Im Puls möchte der Bückeburger nicht mit Kartoffeln, sondern mit Rostbraten, Rahmpfifferlingen, Speckbohnen und Polentaplätzchen überzeugen. "Polenta hat ihren Ursprung in Italien und ist für mich so etwas wie die sommerliche Alternative zu Bratkartoffeln", sagt Ahrens und beginnt das Kochen vorzubereiten.
Unterstützt wird der Chefkoch von seinem Koch Sven Diekmann und dem Azubi Jonas Hupe. Die beiden Youngstars der "Großen-Klus"-Küche sind für die Polentaplätzchen verantwortlich und bringen dafür das Wasser mit Butter und Gewürzen zum Kochen. Dann geben sie den Polentagries unter ständigem Rühren in das kochende Wasser und lassen ihn für etwa 15 Minuten kochen. Nun tragen sie die fertige Masse auf ein mit Öl beschmiertes Blech fingerdick auf und lassen sie auskühlen. Als letzten Streich in Sachen Polenta stechen Sven Diekmann und Jonas Hupe die Plätzchen mit einer Form aus der erkalteten Masse aus und braten sie in einer Pfanne kurz an.
Nun ist Zeit sich dem Gemüse zu widmen. Dafür werden die grünen Bohnen - ganz klassisch - in Wasser gekocht – und wie sich das gehört, schwimmt in dem Bohnenwasser ein Zweig frisches Bohnenkraut. "Das kommt, wie alle Kräuter, aus unserem Garten", sagt Heinz-Dieter Ahrens, dem Transparenz beim Kochen ganz wichtig ist. "Wir kochen, wo es geht, mit Produkten aus der Region", versichert der Koch und beschreibt seine Küche als ehrlich und bodenständige Schaumburg-Lipper-Kost mit einem Bogen nach Österreich (Inhaber Alexander Kasseroler, der die "Große Klus" mit seiner Frau Heike Strüwe betreibt, stammt aus Österreich) und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wenn die Bohnen al dente, also mit Biss, aus dem Wasser kommen, werden sie in Speck eingewickelt, gewürzt und in einer Pfanne noch mal kurz angebraten bis der Speck schön kross ist.
Beim Fleisch kommt nun der Chefkoch selbst an den Herd. Er würzt das Roastbeef mit Salz und Pfeffer und brät es dann von beiden Seiten kurz aber scharf in einer Pfanne an und gibt für die besondere Note einen Rosmarinzweig in das heiße Bratfett. "Dann muss das Fleisch ruhen", sagt Ahrens und lässt es für ein paar weitere Minuten in der warmen Pfanne liegen.
Währenddessen schwitzt er die frischen Pfifferlinge, die er nur geputzt, nicht gewaschen hat (sie würden sonst Wasser ziehen und wässrig schmecken), mit den klein gewürfelten Schalotten in einer Pfanne an, bis die Zwiebeln glasig sind, löscht sie mit Weißwein ab und gießt die Sahne an. Zum Schluss schmeckt er die Soße mit Salz und Pfeffer ab und gibt gewürfelten, frischen Schnittlauch dazu. Nun richtet der Chefkoch die Zutaten auf dem Teller an, empfiehlt als guten Tropfen einen Blauen Zweigelt dazu und sagt: "Dadurch, dass wir uns einen guten Geschmack verpassen, bereiten wir uns ein schönes Erlebnis." In diesem Sinne: Guten Appetit!





























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