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Lippen abwischen und lächeln - genau das passiert automatisch nach dem Genuss des Festessens, das Jürgen Froböse auf den Tisch gezaubert hat. Mit seinem Gericht stellt der Inhaber vom Party-Service Frosch in Hille kochend unter Beweis, dass es zu Weihnachten nicht immer nur die Gans mit Rotkohl und Klößen sein muss, die Weihnachten auch kulinarisch zu einem Fest werden lässt.
Der gelernte Koch und Hotelfachmann, der seine Lehre im Hotel Bad Minden absolvierte, hat für diese Puls-Ausgabe Schweinefilet mit Champignonsoße, Sesamkartoffeln und Mandel-Brokkoli zubereitet. "Das schmeckt gut und ist bodenständige Kost", sagt der 43-jährige Familienvater, der es gern genauso mag. Bodenständig eben.
Als erstes schält und kocht Jürgen Froböse die festkochenden Kartoffeln und dünstet den Brokkoli in 100 ml Salzwasser, bevor er sich an die Champignonsoße macht. Dafür putzt der Koch die weißen Pilze in einer Wanne mit reichlich Wasser, in das er eine Handvoll Mehl und Salz gegeben hat. "Das Mehl sorgt dafür, dass die Champignons schön weiß bleiben, das Salz entzieht ihnen das überflüssige Wasser", erklärt der Koch Sinn und Zweck seines Tipps, während er die Butter in einem heißen Topf schmelzen lässt. In das flüssige Fett gibt der Hiller Party-Service-Inhaber nun die geviertelten Champignons und gewürfelten Zwiebeln. "Ich nehme einfache Gemüsezwiebeln, gut schmecken aber auch Lauchzwiebeln", empfiehlt der Mann mit der weißen Schürze, dem das Kochen praktisch in die Wiege gelegt worden ist. "Ich bin elterlich vorbelastet", scherzt er, dessen Eltern früher eine Gaststätte hatten, in der er praktisch aufgewachsen ist. Während Jürgen Froböse erzählt, dünsten Champignons und Zwiebeln in dem Töpfchen vor sich hin.
Jürgen Froböse kümmert sich nun um das Schweinefilet, das er in einer Pfanne und in heißer Butter anbrät. "Wichtig ist, nicht mit einer Gabel oder anderem spitzen Küchenwerkzeug in das Fleisch zu stechen, da sonst der Saft hinausläuft und das Fleisch ganz trocken wird", rät der Küchenprofi, der das Filet nach kurzer Zeit in der Pfanne wendet und wenn es von beiden Seiten schön scharf angebraten und knusprig braun ist, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzt, aus der Pfanne nimmt und zum weiter garen für ein paar Minuten in den Backofen verfrachtet.
Nun ist es Zeit, sich wieder der Soße zu widmen. Zum Binden gibt der Frosch-Chef, der mit seinen acht Mitarbeitern für Familienfeste, Firmenfeiern und andere Gesellschaften für bis zu 300 Leute kocht, etwas Mehl in das Zwiebel-Pilz-Gemisch. "Danach muss die Soße unbedingt noch einmal aufkochen, da es sonst keine Bindung gibt", erklärt der Profi und schüttet, während er fleißig rührt, einen ordentlichen Schuss Sahne in das Töpfchen. "Wenn schon, denn schon", sagt Jürgen Froböse und grinst von einem zum anderen Ohr über das ganze Gesicht. Abgeschmeckt wird die Soße mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss.
Nun wandern die Brokkoli-Röschen, die Jürgen Froböse zuvor in Wasser gedünstet hatte, gemeinsam mit Mandelblättchen in eine Pfanne mit brauner Butter, in der sie geschwenkt werden, bis sie gleichmäßig mit Mandeln umhüllt sind. Die gleiche Prozedur, lediglich Mandelblättchen gegen Sesamsamen tauschen, widerfährt den gekochten Kartoffeln.
Hübsch auf einem großen Teller angerichtet, vereinen sich Filet, Kartoffeln und Soße zu einer optisch ansprechenden Symbiose, die sich schmecken lassen kann.
Um das Weihnachtsmenü zu vervollständigen hat Jürgen Froböse noch einen Tipp als Vor- und Nachspeise parat. "Vorweg empfehle ich Gurken-Röllchen mit Räucherlachs und als süßes Finale eine Mohncreme".




























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