Bad Oeynhausen (nw/mt/ski). Nach dem schweren Verkehrsunfall am Mittwochnachmittag auf der Mindener Straße in Bad Oeynhausen schwebt ein von einem Lkw erfasste Fußgänger weiter in Lebensgefahr. Er liegt derzeit auf der Intensivstation eines Bielefelder Krankenhauses. Zwischenzeitlich mussten ihm die behandelnden Ärzte beide Beine amputieren.
Der Mann hatte versucht, in Höhe des Einkaufszentrums Werre-Park zu Fuß die vierspurige Verbindungsstraße zwischen den Autobahnen 2 und 30 zu überqueren. Dabei sei er von einem aus östlicher Richtung kommenden Lastwagen auf der linken Spur erfasst und etwa 30 Meter mitgeschleift worden, so die Polizei.
Das Unfallopfer wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Die Bundesstraße 61 war zwischen der Eidinghauser Straße und der Dehmer Straße in beiden Richtungen bis gegen 19.30 Uhr gesperrt. Auch die Umleitungsstrecken waren zeitweise restlos überfüllt.
Bei dem Mann handelt sich um einen 71-jährigen Familienvater, der in der Nähe der Unfallstelle wohnt.
Der Fahrer des Lkw, ein 51-jähriger Mann aus Polen stand nach dem Unfall sichtlich unter Schock. Er hatte sich nach der Kollision noch um den Schwerstverletzten bemüht. Nachdem sich anschließend Rettungskräfte um ihn selber gekümmert hatten, benachrichtigte die Polizei ein polnischen Seelsorger, der am Abend weiter den Mann betreute. Da er nicht mehr weiterfahren konnte, verbrachte er die Nacht in seinem Lkw.
Gemeinsam mit einem Sachverständigen untersuchten Polizisten zuvor sein tonnenschweres Gefährt auf mögliche technische Fehler. Der Lkw wie keine Mängel auf. Auch die Überprüfung des Fahrers auf einen Alkoholgenuss verlief negativ.
Noch unklar ist, woher der Fußgänger plötzlich kam und wohin er wollte. Daher bitten die Beamten des Verkehrskommissariates Zeugen, die den Mann vor dem Unfall bemerkt haben, sich bei ihnen unter 05731-2330 zu melden.