Düsseldorf/Hannover (mt/lni/lnw). Nach der Warnung vor PCB-belasteten Bio-Eiern aus Niedersachsen kontrolliert das Landesumweltamt bei einem Sondereinsatz die Rückrufaktion des Zwischenhändlers aus NRW. Mindestens 90.000 Eier sollen nach Nordrhein-Westfalen geliefert worden sein.
Es gehe auch darum, Vertriebswege zu überprüfen, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Umweltministeriums am Montag. Die Eier waren zwischen dem 12. März und 3. April nach NRW geliefert worden und sollten über Supermärkte verkauft werden. In einem anderen Fall waren vor Ostern 7000 zurückgerufene Bio-Eier durch einen Fehler bei einem Verpackungsbetrieb in Euskirchen noch in Umlauf gekommen.
Die Belastung von Eiern mit Dioxin ist dem Landkreis Aurich schon früher gemeldet worden als bisher bekannt. Der betroffene Bio-Landwirt habe schon weit vor Ostern versucht, das Problem in den Griff zu bekommen, berichtet die "Bild"-Zeitung" in ihrer aktullen Ausgabe. Dazu habe er auch etliche Legehennen getötet.
Landwirtschaft-Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke (CDU) sagte der Zeitung, das Land sei vom Kreis Aurich nicht darüber informiert worden, weil die meldepflichtigen Grenzwerte nicht überschritten worden seien. "Aber ich hätte gern von dem Fall gewusst." Der Staatssekretär will sich noch im Sommer mit allen niedersächsischen Landkreisen auf ein neues Krisenmanagement bei Lebensmittel-Skandalen einigen.
Mit Hochdruck suchen die Behörden nach der Ursache für die erhöhten Dioxinwerte in den Eiern von drei Hühnerhöfen im Kreis Aurich. Unter anderem wurden Proben vom Boden und von der Einstreu genommen. Geklärt wird auch, ob bei der Erhöhung der Belastung in den Eiern möglicherweise die Lage der Höfe eine Rolle spielt. Alle drei Unternehmen liegen in einer Region, die sich von Aurich bis in das südlich angrenzende Gebiet der Gemeinde Großefehn erstreckt.



















- Den Legehennen wird unter Schmerzen der Schnabel gekürzt
- In der Natur legen Hühner einmal im Jahr Eier
- Heutige "Lege-"hennen sind soweit qualgezüchtet, dass sie fast jeden Tag ein Ei legen müssen
- Durch den Dauerstress kommt es zum Federrupfen, bis hin zum Töten der Artgenossen
- Nach ca. 15 bis 18 Monaten werden die Legehennen geschlachtet, da die Legeleistung nachlässt