Bad Oeynhausen (ben/nw/mt). Innerhalb von 24 Stunden sind in Bad Oeynhausen zwei Fahrzeuge in Flammen aufgegangen. Am Sonntagmorgen brannte ein mit Haushaltsgeräten und Prospekten beladener Sattelauflieger vollständig aus; in der Nacht zu Montag ging ein VW-Bus der Diakonie in Flammen auf.
Kurz nach sechs Uhr ging am Sonntagmorgen die erste Feuermeldung bei der Bad Oeynhausener Feuerwehr ein: Auflieger brennt in der Adam-Opel-Straße. Laut Radio Westfalica hatten Autofahrer das Feuer entdeckt und riefen die Feuerwehr.
Sie konnte noch verhindern, dass die Flammen auf einen Öltank in der Nähe übergriffen. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist noch unklar - Brandstiftung wird in diesem Fall aber nicht ausgeschlossen.
Am Montagmorgen gegen ein Uhr ging das nächste Fahrzeug in Flammen auf. An der Kreuzung Elisabethstraße / Am Nordbahnhof wurde der VW-Bus der Diakonie vor deren Gebäude angezündet. Das Fahrzeug brannte vollständig aus.
Die Flammen griffen auch auf das Gebäude über. Hier brannte ein Raum völlig aus, der Rest des Hauses wurde sehr stark verraucht. Verletzt wurde niemand. Zur Höhe des Schadens konnten noch keine Angaben gemacht werden.
In den vergangenen Wochen sind in Bad Oeynhausen und Porta bereits mehrere Feuer gelegt worden. Erst Ende Juli war ein 37-jähriger Mann festgenommen worden, der im Verdacht steht, für mindestens sieben Brände im Bereich Minden/Petershagen verantwortlich zu sein.
Die Polizei verstärkte nach den vergangenen Vorfällen ihre Bemühungen, Brandstiftungen zu stoppen und aufzuklären. Beamte der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke haben eine Ermittlungskommission "Feuer" gebildet.
Die Beamten sind weiterhin auf Zeugenhinweise angewiesen, um dem oder den Tätern auf die Spur zu kommen. Besonders "Frühaufsteher", wie Zeitungsboten, Hundehalter oder Angler werden gebeten, mögliche verdächtige Beobachtungen der Polizei mitzuteilen. Da die Brandorte in Porta Westfalica und Bad Oeynhausen durch die Weser getrennt werden, müssen die Täter, falls ein Tatzusammenhang besteht, über eine Brücke gelangt sein. Hierzu können sie auch den Fußgänger/Radfahrerstreifen der Autobahnbrücke genutzt haben.
Hinweise bitte an die "EK Feuer" unter der Telefonnummer, (0571) 8 86 60 oder an jede andere Dienststelle.
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