Bünde-Spradow (nw/me). Das rot-schwarze Motorrad liegt in einem Getreidefeld. Das Vorderrad ist verzogen, die Sattelbank abgerissen. Im Hintergrund blitzen die Blaulichter des Rettungswagens, die Notärztin und Rettungsassistenten kämpfen um ein Menschenleben. Szenen nach einem folgenschweren Verkehrsunfall, bei dem gestern Nachmittag ein 17-jähriger Kradfahrer aus Kirchlengern getötet wurde.
Der junge Mann war mit seinem Zweirad auf der Grüneberger Straße in Spradow unterwegs. Im Kreuzungsbereich zur Reinkenortstraße stieß der 17-Jährige mit dem Ford Fiesta eines 48-Jährigen aus Klosterbauerschaft zusammen. Zum genauen Unfallhergang konnte die Polizei bislang noch keine Angaben machen.
"Sicher ist bislang nur, dass der Motorradfahrer auf der vorfahrtberechtigten Straße unterwegs war", sagte ein Sprecher der Polizei gegenüber der Neuen Westfälischen. Kratzspuren auf dem Asphalt und nur minimale Beschädigungen an der Radkappe des Kleinwagens deuten allerdings darauf hin, dass der Zweiradfahrer bereits vor dem Zusammenstoß mit seiner Maschine gestürzt und schließlich gegen den Ford geschleudert war.
Durch den Aufprall zog sich der junge Mann schwere innere Verletzungen zu. Nach notärztlicher Erstversorgung an der Unfallstelle wurde er mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 13" in die Bielefelder Spezialklinik "Gilead I." geflogen. Dort erlag der 17-Jährige am frühen Abend seinen Verletzungen.
Ein Sachverständiger der Dekra machte sich im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld ein Bild von der Unfallstelle. Seine Untersuchungen sollen Aufschluss über den Unfallhergang geben.