Minden (sk). Rund 500 Schüler schlossen sich am Dienstag auch in Minden den landesweiten Protesten gegen die Bildungspolitik in Nordrhein-Westfalen an. Gegen 10.30 Uhr versammelte sich der Demonstrationszug vor dem Ratsgymasium und nahm seinen Weg an der Gesamtschule und einem weiteren Gymnasium vorbei in die Innenstadt.
Auf Transparenten, in Sprechchören und unter Verstärkung durch einen Lautsprecherwagen forderten die Teilnehmer unter anderem die Abschaffung von Studiengebühren und der geplanten Abiturprüfung nach zwölf Jahren. Die Polizei sperrte die Straßen für den Demonstrationszug. Zwischenfällen blieben aus.
Mit einer Abschlusskundgebung auf dem Mindener Markt und zwei Redebeiträgen endete gegen 12 Uhr die Demonstration gegen die Bildungspolitik. Ein 17-jähriger Schüler erläuterte noch einmal aus seiner Sicht die Forderungen nach der Begrenzung der Klassengröße auf maximal 20 Schüler und eine verlässliche Versorgung mit Lehrkräften für einen angemessenen Unterricht. Schuld an den den derzeit beklagten Amokläufen seien nicht die gebrandmarkten Killerspiele sondern der Lerndruck an den Schulen, so seine Einschätzung. Er wies darauf hin, dass durch eine Verbesserung der Situtation der Schüler dringend erforderlich sei.
Die Schülerdemonstration verlief laut Angaben der Mindener Polizei störungsfrei und friedlich.
Weitere Informationen morgen im Mindener Tageblatt und hier auf www.mt-online.de
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