Wiedereinführung von Autokennzeichen für frühere Landkreise ist kein vorgezogener Aprilscherz der Politiker. Wer im Internet mal nach dem Hanauer Modell sucht, wird früher oder später auf die Information stoßen, dass die Heilbronner Universität (Prof Dr. Ralf Bochert) mit ihrem Projekt der Kennzeichenliberalisierung in mehreren deutschen Städten Umfragen durchgeführt hat. Im Schnitt gaben 75 Prozent der Befragten an, dass sie ihr altes (Kreis-)Kennzeichen zurück haben wollen. Eine Umfrage in Lübbecke im Dezember 2011 bestätigt diese Zahlen.
Ob die Menschen es aufgenommen haben (Imagesymbol MI), wie im MT steht, ist zu bezweifeln.
Dass sich die Zahlen aus Mindener Sicht anders darstellen, ist eigentlich selbsterklärend. Die Mindener sind ja auch nicht gezwungen worden, ihr MI gegen LK tauschen zu müssen.
Insofern teile ich die Aussage "Davor bewahre uns der Rest-Glauben an Vernunft in Amtsstuben" nicht. Wer die Seiten von Prof. Bochert studiert, wird feststellen, dass sich dabei keine technischen und organisatorischen Folgeprobleme ergeben.
Die Systeme beim Straßenverkehrsamt müssen beide Kennzeichen (MI und LK) verwalten können, da immer noch etwa 1000 Fahrzeuge ihr LK tragen. Somit kann von Umstellungskosten keine Rede sein.
Eine Diskussion über den Schritt zurück nach vorn (die Wiedereinführung der LK Kennzeichen) halte ich für mehr als überfällig.
Tobias Kluge
Hille
kluge_tobias@web.de

















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