Mit der Rente mit 67 ist es so wie mit dem Bio-Benzin E10. Umweltfreundlich: Fehlanzeige. Keiner will E10. Trotzdem wird er auf Kosten der Verbraucher und ohne Bedarf von der Regierung eingeführt. Da gaukelt man uns vor, der E10 ist ja auch billiger. Aber da lügt man schon wieder, denn E10 ist nicht billiger, sondern Super E5 ist nur teurer geworden.
So verhält es sich auch mit der Rente 67. Da bestraft man die, welche die Wirtschaft über 50 Jahre in Schwung gehalten haben und dafür ihre Gesundheit ruiniert haben, wie Kranken- und Altenpfleger, Betonarbeiter, Bäcker, welche jeden Tag früh raus müssen u. v. a. m.
Aber unsere Beamten, denen die Obengenannten einen sorgenfreien Lebensabend durch Steuern ermöglichen, sind mal wieder außen vor. Denn egal wann sie in Rente, Verzeihung Pension gehen, Grundlage ist immer ihr letztes Gehalt.
Aber in Wirklichkeit will der Gesetzgeber ja gar nicht die Rente 67, sondern der Hintergedanke ist, dass keiner es bis dahin schafft, denn sonst hätte der Gesetzgeber andere Voraussetzungen für diese Altersgruppe schaffen müssen. Das bedeutet: altersgerechte Arbeitsplätze schaffen, verhindern, dass diese Altersgruppe von den Unternehmern gemobbt oder gleich rausgeschmissen wird, Gesetze schaffen, in denen steht, dass der Arbeitgeber die Verluste dieser Altersgruppe ausgleichen muss.
Darüber ist sich jeder bewusst, jeder Monat eher heißt minus 0,3 Prozent, im Jahr 3,6 Prozent weniger Rente. Dann wird mit Sicherheit keiner der sehr erfahrenen Arbeitnehmer mehr rausgeekelt. Jetzt kann der angehende Rentner sich auf die Rente mit 67 freuen. Wenn er es denn bis dahin schafft.
Hans-Jürgen Rausch
Händelstraße 6, Minden


















