Unsere Queen feiert Thronjubiläum. Zumindest könnte man ob des großen öffentlichen Interesses hierzulande annehmen, Elizabeth II. sei auch ein bisschen deutsche Königin. Was ja angesichts der Herkunft ihrer Familie so falsch auch nicht ist. Wahrscheinlich macht hierzulande die Sehnsucht nach einem Vorbild in Disziplin und Pflichterfüllung, das die Deutschen zu Hause nicht mehr finden, den Reiz der Monarchin aus.
Als Elizabeth den Thron bestieg, war Winston Churchill Premier, das deutsche Staatsoberhaupt hieß Theodor Heuss. Sie hat keine politische Macht, allenfalls einen begrenzten Einfluss auf den jeweiligen Regierungschef. Doch ist die alte Dame mit der Handtasche die Konstante, der Fels in der Brandung, auf den die Briten bauen können. Zu ihr schauen sie auf. Ihr vertrauen sie. Nur eine Minderheit meint, man könne sich die Monarchie (ein)sparen.
Die Königin ist das Markenzeichen Großbritanniens. Seit nunmehr 60 Jahren. Mag das Empire auch inzwischen untergegangen sein, mag es in ihrer Familie mitunter drunter und drüber gehen - sie erlaubt sich keine Schwächen. Sie weiß, was zu tun ist. Wenn sie es auch nicht immer sofort weiß, wie sich nach dem Tod Prinzessin Dianas zeigte. Ihre anfängliche Weigerung, öffentlich zu trauern, hätten sie und ihr Volk fast entzweit, hat die Monarchie in eine Krise gestürzt.
Die ist heute vergessen. Die Royals sind, auch dank William und Kate, so beliebt wie lange nicht. Hoch lebe die Königin!
















