Der große Durchbruch in der Krebsbehandlung ist bis heute nicht gelungen und er wird wohl auch noch länger auf sich warten lassen. Aber die medizinische und pharmazeutische Forschung kommt in vielen Schritten voran, seit das wissenschaftliche Interesse sich von der Suche nach immer neuen Verursachern auf die Erforschung der Wirkungsmechanismen einschließlich der psychischen Aspekte verlagert hat. Das Ergebnis bisher sind unter anderem immer passgenauere Medikamente gegen bestimmte Krebsformen, die die Heilungschancen vergrößern und zum Beispiel die Begleiterscheinungen der Therapie erträglicher machen.
Am Weltkrebstag bleibt für Deutschland aber auch festzuhalten, dass es einen wirklichen nationalen Krebsatlas noch immer nicht gibt. Nach wie vor erheben und bewerten die Bundesländer ihre Zahlen nach eigenem Gutdünken. Für ein Land technischer Innovationen ist das blamabel. Immerhin geht es mit dem Aufbau von Krebszentren voran, wodurch sich die Situation vieler Betroffener im Alltag deutlich verbessert.
Wie weit der Einzelne durch seine Lebensführung Krebs vermeiden kann, ist noch immer nur in groben Zügen bekannt. Warum entgehen manche Extremraucher dem Krebs, während er auch Nichtraucher befällt? Trotzdem ist die Warnung der Experten vor Übergewicht als zunehmender Krebsursache Ernst zu nehmen, schon weil die Zahl Übergewichtiger dramatisch zunimmt. Hier hilft, wie bei Diabetes 2, nur noch mehr Aufklärung, um die Folgekosten für das Gesundheitssystem unter Kontrolle zu halten.
Die Forschung wird ihren Teil dazu beitragen. Aber Wunder über Nacht kann sie nicht vollbringen.
















