Der deutsche Wald ist nicht gestorben und das wird auch in Zukunft nicht passieren. Was nicht heißt, dass es ihm wirklich gut geht. Die einzelnen Baumarten zeigen unterschiedliche Schädigungen durch Wetterextreme oder Schadinsekten, aber unterm Strich ist die Bilanz für ein Industrieland nicht schlecht. Außerdem wächst die Waldfläche und mit Holz wird nach langer Zeit auch wieder Geld verdient.
Gerade das ist wichtig, weil hier in langen Intervallen gerechnet wird und weil von der Mystifizierung des Waldes kein Betrieb leben kann. Naturbelassener Wald ist wichtig für Artenerhalt, Forschung und Anschauung, aber den wirtschaftlichen Ansprüchen genügt er nicht mehr. Dieser Aspekt ist in Zeiten eines wachsenden Holzbedarfs bedeutsam, denn bei einigen Baumarten wird bereits mehr verarbeitet als nachwächst. Was etwa wegen des Nachpflanzens von Fichten den Aufbau eines stabilen Mischwaldes ins Stocken geraten lässt.
Die Verhältnisse im Forst haben sich so geändert, dass jetzt schon die Kaskadennutzung von Holz gefordert wird. Also die Verwendung zuerst für Produkte wie Bauhölzer oder Möbel und erst am Ende die thermische Verwertung. Da ist jedoch eine problematische Entwicklung eingetreten, die zu Nachdenklichkeit anregen sollte. Für die als umweltfreundlich gefeierten Holzpellets werden schon lange nicht mehr nur Abfallhölzer verwendet, sondern auch komplette Bäume. Um unter anderem in Kohlekraftwerken mit verfeuert zu werden. Das ist umweltpolitischer Widersinn.

















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