Donnerstag, 24.05.2012
iPad | MT-Blogs | MTMobil | Impressum | Kontakt | Sitemap | Newsletter

07.01.2012
MIT GOTTVERTRAUEN IN DIE ZUKUNFT GEHEN
Kennen Sie Joseph?
VON PFARRER UWE MARCZINZIK

Gedanken zum sonntag

Kennen Sie Joseph? Nicht irgendeinen, der zufällig so heißt, sondern den aus der Weihnachtsgeschichte? Mittlerweile ist er wie alle Krippenfiguren wieder im Karton verstaut und weggeräumt. Aber damals ?

Er stand ein wenig am Rand und wusste nicht so recht, was er von dem ganzen Geschehen halten sollte: Erst das Theater mit der Zimmersuche in Bethlehem, anschließend musste er seiner Frau bei der Geburt helfen und zur Krönung bekam er auch noch eine Menge Besuch von fremden Leuten. Selbst Würdenträger aus fernen Ländern sollen darunter gewesen sein.

Das war schon ganz schön viel für den armen Mann.

Weihnachten ist doch vorbei, sagen Sie. Genau das Gefühl hatte auch der gute alte Joseph, nachdem sich auch die drei Weisen aus dem Morgenland wieder auf den Heimweg gemacht hatten. Nun begann auch für ihn der ganz normale Alltag, und das hieß, Verantwortung übernehmen, ohne zu wissen, wie die Geschichte ausgehen wird.

Das gilt für uns zu Beginn des neuen Jahres nicht minder. Das Feiern hat mal wieder ein Ende. Natürlich wüssten viele Menschen nur zu gerne, was da alles im neuen Jahr auf sie zukommt. Auch Joseph hätte viel darum gegeben. Die Versuche, der Zukunft ihre Geheimnisse zu entreißen, sind eine äußerst fragliche Kunst. Was aber von Horoskopen zu halten ist, mag jeder auf seine Art erfahren haben.

Joseph machte sich trotzdem zunächst einmal auf den Weg in eine ungewisse Zukunft.

Uns wird es da auch nicht anders gehen. Die Zeit bleibt nun einmal nicht stehen, sondern geht weiter und nimmt uns einfach mit. Da bleibt es sich gleich, ob jemand nach vorne schaut und fröhlich seinen Weg geht, oder ob er vor lauter Zukunftsangst nicht weiß, was er tun soll und darum lieber gar nichts tut. Zurückgelassen wird von der Zeit niemand. Leichter werden es aber die Erstgenannten haben.

Machen wir es doch wie Joseph. Er zog mutig mit seiner Familie in ein fremdes Land, das er noch nie gesehen hatte. Dabei verließ er sich ganz auf Gott und vertraute sich ihm an. Warum sollten wir nicht mit gleicher Zuversicht und Vertrauen in das neue Jahr gehen?

Auch wenn noch viele Fragen offen sind, so mag uns die Weisheit der alten Chinesen Mut machen, uns den Aufgaben und Ereignissen zu stellen, die auf uns warten: "Ich sagte zu dem Engel, der an der Pforte des neuen Jahres stand: Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes der Ungewissheit entgegengehen kann! Aber er antwortete: Gehe nur hin in die Dunkelheit und lege deine Hand in die Hand Gottes! Das ist besser als ein Licht und sicherer als ein bekannter Weg!"

Uwe Marczinzik ist Pfarrer in der Kirchengemeinde Dankersen

Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2012
Dokument erstellt am 06.01.2012 um 21:18:15 Uhr

Texte und Fotos aus MT-Online sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Diesen Artikel in Netzwerken veröffentlichen:




WAS MEINEN SIE? SCHREIBEN SIE IHRE MEINUNG



Sicherheitscode:

Bitte geben Sie oben
stehenden Code hier ein*:


*Pflichtfelder




´

Anzeige

Meistgeklickt

Bad Oeynhausen: Mann vor Werre-Park von Lastwagen überrollt
Bad Oeynhausen (PeSt/red). Auf der Bundesstraße 61 in Bad Oeynhausen ist am Mittwochnachmittag ein Fußgänger lebensgefährlich verletzt worden. Nach... mehr

Radarkontrollen der Polizei
Minden (mt). Die Polizei NRW will für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen, deswegen werden vorgesehene Geschwindigkeitsmessungen vorab bekannt... mehr

Tödlicher Motorradunfall
Der Mann war um 20.50 Uhr mit seiner Honda in der Gemarkung Bohnhorsterhöfen auf der Kreisstraße 21 aus Bohnhorst kommend in Richtung Hille unterwegs.... mehr

Gelbe Karte soll Gewalttäter bremsen
Dreh- und Angelpunkt der Aktion ist Paragraf 2 des Straßenverkehrsgesetzes. Es schreibt unter anderem vor... mehr

Peter Pütz schießt Dützen zum Sieg
Und der war hochverdient, wie Trainer Mathias Kummer fand: "Der einzige Kritikpunkt war, dass wir nicht höher gewonnen haben." Jetzt haben er und... mehr

Zwei Verletzte und Millionenschaden



Hubwagenfahrer Sven Schubert rettet Mann von brennendem Haus



Mehrere Rollstuhlfahrer von Feuer bedroht



Mit dem VIP-Ticket geht es ab nach Berlin



Dreimal runter, dreimal wieder hoch



Politiker verschieben Schulstandortdiskussion
mit 43 Kommentaren

Nach dem Ratsbeschluss aus dem Jahr 2010 sind für die Stadt Porta Westfalica langfristig nur noch vier Schulen vorgesehen. Weiter sieht der Beschluss... mehr

Ausweisprobleme: Ein Friseurbesuch mit ungeahnten Folgen
mit 33 Kommentaren

Tobias Kahnert nennt das "Willkür", Helmut Kruse, Leiter des Bürgerbüros verbittet sich diese Anschuldigung: "Wir müssen immer ein aktuelles Foto... mehr

Begehren zur Klinikumsbrache gescheitert
mit 24 Kommentaren

Gestern zogen im Bürgerbüro der Grünen in der Brüderstraße die Initiatoren Bilanz ihrer sechswöchigen Unterschriftensammlung. Mit ihr wollten sie... mehr

Unglaublich: Notaufnahme im Johannes-Wesling-Klinikum - ein Notfall für sich
mit 21 Kommentaren

Immer den roten Punkten auf dem Fußboden folgend, sind "das" Blutflecken? Nein, sie führen den heimischen Wanderfreund symbolträchtig in die... mehr

Minden-Lübbecke: Vatertag im Mühlenkreis verläuft überwiegend friedlich
mit 18 Kommentaren

Minden-Lübbecke (mt/cst).  Weitesgehend ruhig verlief am Donnerstag der Vatertag im Mühlenkreis. An allen Veranstaltungsorten sei es insgesamt... mehr



Bild des Tages

Bild vom 23.05.2012

22.05.2012

21.05.2012