Berlin/Düsseldorf (mt/lnw). Das neue Hochschul-Zulassungssystem via Internet wird auch 2012 noch nicht an allen Universitäten und Fachhochschulen startklar sein. An rund 150 Hochschulen gibt es wegen älterer Software-Versionen noch Probleme mit den Schnittstellen. Dies wäre nahezu jede zweite Universität oder Fachhochschule.
"Das System funktioniert nicht", bestätigte Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD). Für den doppelten Abitur-Jahrgang werde NRW deswegen auf einen "Plan B" setzen. "Wir bereiten uns auf den schlimmsten Fall vor." Solange das System nicht bundesweit laufe, müssten sich die Studierenden weiterhin bei jeder einzelnen Hochschule bewerben.
Seit Jahren gibt es regelmäßig zum Wintersemester Klagen über das Einschreib-Chaos an den Hochschulen. Bis zu 20000 Studienplätze in den begehrten Numerus-clausus-Mangelfächern (NC) konnten pro Jahr nicht besetzt werden, weil es seit Abbau der Dortmunder ZVS kein bundesweit koordiniertes Bewerbungs- und Nachrückverfahren mehr gibt.
Laut Schulze wird derzeit an neuen Programmierungen gearbeitet, um die Schnittstellen-Probleme zu lösen. Zum Wintersemester 2012/13 sei dann eine Pilotphase mit geeigneten Universitäten geplant, berichtete sie.
Für die Entwicklung eines neuen Bewerbersystems hat der Bund 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ursprünglich sollte das System bereits im Frühjahr 2011 starten. Inzwischen erstreiten sich immer mehr Studenten ihren Studienplatz vor Gericht.











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