Den vierten Teil nun - "American Pie - Das Klassentreffen" - hat das Regie-Duo Jon Hurwitz und Hayden Schlossberg übernommen. Paul Weitz, von dem der erste Film stammt, fungiert als Produzent. Erneut sind von Mena Suvari bis Jason Biggs die Darsteller der Ursprungsbesetzung dabei.
1999 ging es den Boys vor dem Highschool-Abschluss vor allem um eines: endlich "das erste Mal" hinter sich zu bringen. Neun Jahre sind vergangen seit der chaotischen Hochzeit von Michelle und Jim. Diesmal trifft sich die Clique im Heimatstädtchen East Great Falls zum "Klassentreffen".
Beruflich zwar haben sich alle irgendwie eingerichtet, recht schnell aber wird klar, dass nicht alles gut läuft: weder bei Jim und Michelle noch bei Finch, dem so weltgewandten "Globetrotter". Die seit dem ersten Teil vergangenen 13 Jahre spiegeln sich wider in den leicht gealterten Gesichtern der Hauptdarsteller. Der Humor aber zielt weiterhin mit bemerkenswerter Konsequenz unter die Gürtellinie.
Was Fans einerseits den erneuten Einstieg erleichtern dürfte, was andererseits für nicht allzu viel Überraschung sorgt: hier ein wenig nackte Haut, da ein derber Fäkalwitz und viel, manchmal eben doch zu viel, Gerede über Sex - die für die Frühdreißiger einfach immer noch wichtigste Nebensache der Welt.
Bisweilen vermisst man die Unschuld und den Charme des Erstlings. Dann wieder sorgen über den Film verstreute Bezüge für schöne Nostalgie: Stifler ist noch immer das große, unsensible Arschloch, Jim verfehlt kaum ein Fettnäpfchen, Finch ist so distinguiert wie ehedem, erneut großartig gespielt von Eddie Kaye Thomas. Nicht zuletzt haben auch die heimlichen Stars der Film-Reihe, Stiflers Mom (Jennifer Coolidge) und Jims Dad (Eugene Levy), wieder einen famosen Auftritt.