Mit Superkräften und Selbstüberschätzung setzt sich auch der amerikanische Nachwuchsregisseur Josh Trank in seinem unkonventionellen Spielfilmdebüt "Chronicle - Wozu bist Du fähig?" auseinander.
Der kreative, aber gestörte Außenseiter Andrew zelebriert sein eigentümliches Verhalten vor seinen Mitschülern. Sogar in der Pause versteckt er sich hinter seiner Kamera, mit der er sämtliche Erlebnisse dokumentiert.
Auch zu Hause versucht er, seine Emotionen zu verbergen, da er weder das Leiden seiner sterbenskranken Mutter noch die Aggressionen seines arbeitslosen Vaters ertragen kann. Sein ganzes Leben ändert sich grundlegend, als er zusammen mit seinen beiden Freunden in einer Felshöhle eine bizarre Entdeckung macht, die ihnen übernatürliche Fähigkeiten verleiht.
Zunächst gelingt es dem jugendlichen Trio, mit bloßer Gedankenkraft nur kleinere Gegenstände zum Fliegen zu bringen. Schließlich können sie sich selbst in die Lüfte schwingen und sogar Autos zum Abheben bringen. Die jungen Schauspieler waren dabei gefordert, die Stunts überwiegend selbst zu absolvieren.
Aus diesem anfänglichen Spaß wird tödlicher Ernst, als der unberechenbare Außenseiter seinen Allmachtsfantasien freien Lauf lässt und seine neu errungene Macht missbraucht. Der junge Superheld mutiert zum Misanthropen, der überall eine Schneise der Verwüstung hinterlässt und nur noch von einem früheren Freund gestoppt werden kann.


