Mit einem altbekannten Gag wollen derzeit gleich zwei Filme das Publikum in die Kinos locken.
Adam Sandler spielt in "Jack und Jill" das Mannsweib Jill mit Melonenbrüsten, Schweißflecken und Pupsattacken. Die ungeliebte Zwillingsschwester kommt zu Besuch zu ihrem Bruder Jack und zerrt an seinen Nerven mit piepsendem Lispel-Sprachfehler, übermäßigen Körperausdünstungen und unzähligen Marotten, wie beispielsweise der Leidenschaft für ihren Vogel Pupsi.
Der Humor versucht sich in allen Registern der Brachialkomik. Jills Figur soll mit ungelenken Bewegungen, nerviger Stimme und Slapstick-Sketchen die Unterhaltungsmaschinerie des Films ankurbeln. Doch das gelingt selten, denn die Übertreibung erzeugt wenige Überraschungen. Die Pointen der Gags sind vorhersehbar: Etwa wenn die recht schwergewichtige Jill unbedingt Pony-Reiten will und das Pferdchen unter der Matrone zusammenbricht.
Die wenigen Lichtmomente des Films erzeugt der großartige Charaktermime Al Pacino, der sich in der Komödie selbst darstellt. Als Schauspiel-Star in einer Schaffenskrise hat er sich Jill - die Frau aus seinem New Yorker Heimatviertel Bronx - als neue Muse auserkoren.
Zwar sind auch die für Pacino geschriebenen Szenen nicht überragend komisch, etwa wenn er sich bei einem Basketball-Spiel neben Johnny Depp setzt und dabei versucht, sich hinter einem falschen Rauschebart vor dem suchenden Objektiv der Star-Kamera, der sogenannten Celebrity-Cam, zu verstecken. Aber Pacino ist eine Klasse für sich, ihm zuzusehen ist nie langweilig.
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