J. Edgar: Leonardo DiCaprio will als FBI-Chef von der Welt bewundert werden
"J. Edgar" ist keine gewöhnliche Filmbiografie über die Karriere und die Macht des legendären und gefürchteten Gründers der amerikanischen Bundespolizei. Es ist vielmehr das sensible Porträt eines Mannes mit vielen Schwächen, die Hoover sein Leben lang verbergen wollte.
Das Bild des Muttersöhnchens, von Selbstzweifeln zerrissen, ein verkappter Homosexueller, der sich nie offen zu einer Liebe bekannte. Das ist die andere Seite, die Eastwood mit Fingerspitzengefühl enthüllt. Das Drama beginnt mit Hoover als altem Mann am Ende seiner knapp 50-jährigen FBI-Karriere. Doch an Kraft hat er nichts verloren. In Rückblenden führt Eastwood die Zuschauer in Hoovers Leben zurück.
Nach dem Jurastudium tritt der strebsame Musterschüler 1917 in den Staatsdienst ein. 1924 wird er zum Chef des Bureau of Investigation, daraus macht er die mächtigste Polizeiorganisation der Welt. Hoover geht akribisch und skrupellos gegen alles vor, was er für staatsfeindlich hält: Verbrecher, Kommunisten, Radikale, Freidenker. Er legt eine Zentralkartei an, in der Millionen von Fingerabdrücken gesammelt wurden. Er führte Spurensicherung, Wanzen und Bespitzelung ein.
Er sonnte sich in den Erfolgen seiner Truppe bei der Jagd auf bekannte Verbrecher wie John Dillinger und den Entführer und Mörder des Lindbergh-Babys.
Er schuf sich eine Machtposition, die ihn fast fünf Jahrzehnte lang bis zu seinem Tod 1972 an der Spitze des FBI hielt. Hoover diente unter acht Präsidenten, viele davon ließ er ausspionieren. Doch in 137 Minuten kann Eastwood das jahrzehntelange Machtspiel nur anreißen, wichtiger ist ihm die menschliche Seite.
stehenden Code hier ein*: