Ziemlich beste Freunde: Den Sprung über den Klischee-Graben geschafft / Ansteckende Lachszenen
Und die scheint gelungen zu sein, schließlich wurde sie zuerst beim internationalen Filmfestival in Tokio als Bester Film mit dem besten Darstellerteam, nämlich François Cluzet und Omar Sy, ausgezeichnet, um danach in Frankreich mit 13 Millionen Besuchern als erfolgreichster Kinofilm des Jahres zu beeindrucken. Dann griff der Erfolg auf die Schweiz und Belgien über, weswegen sich das Feel-Good-Movie zum Blockbuster entwickelt.
Es beginnt mit einem Vorstellungsgespräch, bei dem Driss (Omar Sy) die Geduld verliert. Weil er beschließt, dass er lange genug auf das Interview mit dem Herrn des Hauses, einem gewissen Philippe (Francois Cluzet), gewartet hat, geht er ungefragt ins Zimmer. Er will sich nur eine Absage abholen, wie immer, schließlich kommt er aus dem Knast.
Doch der adlige Snob findet es amüsant, dass der Bewerber offensichtlich keinerlei Referenzen hat, aber erst mal über Musik spricht und seine Assistentin (Audrey Fleurot) angräbt. Philippe braucht Hilfe, er ist vom Hals abwärts gelähmt und auf stete Unterstützung angewiesen. Wie unorthodox die Pflege ausfallen darf, wird sich zusammen mit Driss zeigen, den er - auf Bewährung - einstellt.
Er darf vier Wochen zur Probe arbeiten und im Haus wohnen. Wenn der Neue bei all dem, was er sich jetzt merken muss, Shampoo und Fußcreme verwechselt und klarstellt, welche Arbeiten er keinesfalls übernimmt, zeigt sich Omar Sys komisches Talent, präsentiert mit einem Stück Lebensfreude und gekonnter Verzweiflung. Das Lachen des Mannes ist ansteckend.
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