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14.04.2012
Vier Türen für noch mehr Erfolg
VW Up - die Zweite: Im Mai startet die zweite Karosserievariante des Kleinwagens
VON WOLFGANG BARLEN

Wolfsburg (nw). Viele Hersteller setzen im Kleinwagensegment längst nur mehr auf Fünftürer. Nicht so Volkswagen. Drei Türen nur durften es sein, bei der Präsentation des ersten Up, der Interpretation eines Kleinwagens nach Wolfsburger Manier.

Klein und fein: Der pfiffige Volkswagen Up mit fünf Türen kommt im Mai auf den Markt.

Ein wenig gegen den Trend zu agieren, bringt die Niedersachsen aber nicht sonderlich aus der Ruhe. Warum auch? Der Dreitürer führte schnell die Zulassungsstatistik an - mittlerweile auch üblich für Volkswagen, die mit ihren Modellen oft etwas später, dafür aber sehr überzeugend auftrumpfen. Mehr als 40 000 Up!-Dreitürer haben seit seiner Markteinführung im Dezember 2011 bereits ihre Liebhaber gefunden. Mit dem Up!-Viertürer startet Volkswagen im Mai in die zweite Runde um die Gunst der Käufer.

Im Zweitürer war es ein wenig mühsam, in den Fond zu gelangen. Die Frontsitze mussten dazu vorgeklappt werden und man musste nach hinten ein wenig mühsam durchsteigen. Mit dem Viertürer, dessen Maße sich nicht verändert haben (3,54 Meter Länge), ist das Platznehmen im Fond nun natürlich einfacher. Tür auf, einsteigen, fertig.

Erstaunlich für einen Kleinwagen: Der Up! bietet hinten tatsächlich ausreichend Platz für zwei Erwachsene. Für die große Urlaubsreise ist dann natürlich zu wenig Platz für Gepäck vorhanden (251 Liter). Für Kleinfamilien mit nur einem Kind hingegen reicht es aber, denn die Rücksitzbank lässt sich asy-metrisch umlegen, was weiteren Stauraum schafft. Maximal, wenn nur zwei auf Reisen gehen, stehen 951 Liter Raum für Sack und Pack zur Verfügung.

Unter der Motorhaube finden sich gegenüber dem Dreitürer und neben dem bekannten Motor, 1-Liter-Dreizylinder mit 60 und 75 PS (lediglich andere Software), zwei Neuerungen. Zum einen ein 1-Liter-Dreizylinder-Ottomotor mit Erdgasbetrieb und 68 PS Leitung, zum anderen für Schaltfaule ein automatisiertes Schaltgetriebe. Im Automatikmodus "D" wählt das Getriebe den jeweils verbrauchsoptimierten Schaltzeitpunkt und soll so gegenüber der manuellen Version nochmals den Verbrauch senken.

Behände durch den Großstadtdschungel

Erster Fahreindruck: Der viertürige Up! schlängelt sich ob seiner Maße behände durch den Großstadtdschungel. Spontan beurteilt macht die Benziner-Version mit 75 PS mehr Spaß, weil sie gehörig flotter zu Werke geht. Das serienmäßige Fünfgang-Getriebe ist gut abgestimmt. Die Lenkung reagiert zufriedenstellend direkt, ebenso wie die Fahrwerksabstimmung zwar angenehm straff, doch nicht unkomfortabel gelungen ist. Selbst bei schnell gefahrenen Autobahnabschnitten neigt der Up! nicht dazu, seine Insassen mit unangenehm lautem Motorenlärm zu nerven.

Die Automatik im Up!: Man muss sie wollen, sich auf sie einlassen und einstellen. Die Schaltzeiten sind nicht die schnellsten. Wer es ruhig angehen lässt, wird sich jedoch schnell damit anfreunden. Führt der Weg einen Berg hinauf, schaltet sie manchmal nervös hin und her und bleibt dann lieber in niedrigeren Gängen, die den Up! laut werden lassen.

Der Gasantrieb hingegen überzeugt auf der ganzen Linie. 72 Liter beziehungsweise 11 kg CNG plus 10 Benzin stehen für den Vortrieb zur Verfügung. Der Volkswagen schafft damit eine theoretische Reichweite mehr als 550 Kilometern. Agil unterwegs merkt man ihm seinen alternativen Antrieb nicht an.

Mit einen Bestellanteil von über 60 Prozent rechnet Volkswagen für den viertürigen Up!. Die Preise starten ab 10.325 Euro. Das sind gut investierte 475 Euro mehr als für einen Zweitürer.

Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2013
Dokument erstellt am 13.04.2012 um 23:12:59 Uhr

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