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21.01.2012
Auf nach Rio: Ein Auto mit Flair
Kia schlägt brasilianische Töne an / Gutes und vollwertiges Fahrzeug zu knackigem Preis
VON GÜNTER HOFFMEISTER

Frankfurt (nw). Rio - was verbindet man alles mit dem klangvollen brasilianischen Namen: weiße Strände, schöne Frauen, rassig-bunter Karneval, quirliges Leben. Alles lässt sich natürlich nicht eins zu eins auf ein Auto und in diesem Fall auf den neuen Kia Rio übertragen. Aber schöne Aus- und Ansichten passen gut zu ihm.

Ein neues Gesicht in der Kompaktklasse: Der Kia Rio ist eine attraktive Alternative.

Seine keilförmige Linienführung ist formschlüssig. Die Fensterflächen sind groß genug. Nur der Fahrer hat ein wenig unter der eingeschränkten Übersichtlichkeit (dem Design geschuldet) zu leiden. Erfreulich, dass Kia aber Parksensoren anbietet, um Schrammen am Blechkleid zu vermeiden. Die Heckpartie ist ebenfalls stimmig und erinnert ein ganz klein wenig an einen Seat. Das Stauvolumen des Kofferraumes (die Lehnen lassen sich geteilt umklappen) bewegt sich auf Durchschnittsniveau - 288 Liter.

Alles da und am rechten Platz. Dr Fahrer vermisst nichts.

Gute Nachrichten kommen auch aus dem Inneren des Kia Rio. Das Raumangebot ist gut, sowohl vorne als auch hinten. Und der Zustieg hinten klappt ohne umständliche Verrenkungen. Bei der Bedienungsergonomie bekommt der fesche Rio ebenfalls ein Gut. Allein die Einstellung der Klimaanlage erscheint nicht immer schlüssig. Und wenn alle Platz genommen haben, fällt das einhellige Urteil: gut verarbeitet, Kunststoff ja, aber man merkt es nicht sofort. So soll es sein, denn Kia hat niemanden Geringeres im Auge als den Polo vom VW-Konzern. Und dass Kia sein Geschäft gut macht, dafür gab es kürzlich sogar Lob von VW-Chef Martin Winterkorn persönlich, der die Koreaner als "gefährlichsten Wettbewerber" bezeichnet.

Und Kia zeigt auch bei der Motorisierung, dass es sein Handwerk versteht und wie ernst die Koreaner den europäischen Markt nehmen. Der kleine, sehr laufruhige 1.4-l-Diesel (mit Turbo) ist ein gutes Beispiel dafür. Von der Leistung (90 PS) passt er prima in den erforderlichen Alltagsrahmen und von seinen Manieren auch. Sein Drehmoment von 220 Newtonmetern wird sehr früh bereitgestellt (ab 1.750 U/min) und der Verbrauch mit 4,3 Liter angegeben. Den Wert haben wir nicht erreichen können. Aber je nach Fahrweise pendelte sich der Verbrauch bei sechs Litern ein. Weniger zu erreichen ist ohne Probleme möglich. Das Start-Stop-System ist leider nur für den kleineren Diesel (75 PS) lieferbar.

Letzte Stationen auf der Rio-Reise sind Fahrverhalten, Komfort und Preis. Gute Handlichkeit, wirksame Bremsen sind ihm zu eigen. Mehr Feinschliff wünschen wir uns bei Lenkung und Fahrwerksabstimmung. Bleibt noch der Preis: Los geht es bei 9.990 Euro. Ach so, inklusive sieben Jahre Garantie.

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Copyright © Mindener Tageblatt 2012
Dokument erstellt am 20.01.2012 um 21:17:09 Uhr

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