Sollte die Zielgruppe der ersten Version mehr aus weiblichen Interessenten bestehen, so haben die Verantwortlichen der zweiten eher die Männer ins Visier genommen. Für sie wurde das neue Image konsequent auf Sport getrimmt.
Optisch sieht er dem Ur-Käfer auf den ersten Blick ähnlicher, als sein direkter Vorgänger. Auf den zweiten jedoch erkannt man schnell: The Beetle steht breiter, flacher und dynamischer auf seinen 17-Zoll-Rädern. Innen freuen sich Fahrer und Beifahrer über viel Platz. Kopf- und Beinfreiheit ist nahezu im Überfluss vorhanden.
Im Fond hingegen geht es beengt zu. Das Platzangebot dort reicht allenfalls für Kurzstrecken. Die Easy-Entry-Funktion der Vordersitze fällt im Zusammenhang mit dem Fond wiederum positiv auf. Mit ihr lassen sich die Vordersitze weit und leicht nach vorn bewegen, was den Zustieg sehr vereinfacht.
Das Cockpit wirkt nicht überladen. In gewohnter VW-Manier findet sich alles Wichtige in Griffnähe und im Blickwinkel des Fahrers. Das Dreispeichen-Lenkrad ist unten abgeflacht, die Vordersitze bieten mit ihren üppigen Wangen guten Seitenhalt. Materialwahl und Verarbeitung erfüllen die hohen Anforderungen.
Sportlicher Motor für sportliches Auto
Das Gepäckabteil ist gegenüber dem Vorgänger um 80 Liter auf 310 Liter Volumen gewachsen. Für die Urlaubsreise ist das zwar immer noch knapp, aber wenn man im The Beetle ohnehin nur zu zweit wirklich auf große Tour gehen kann, dann kann man ja auch die Rücksitzlehnen für mehr Gepäckraum umklappen. Die maximal zur Verfügung stehenden 905 Liter reichen dann allemal aus.
Ein sportliches Auto muss sportlich motorisiert sein. Unser Testwagen, The Beetle Sport, ist mit einem Zwei-Liter-Benziner ausgestattet. Der leistet satte 200 PS und überträgt die Antriebskraft via 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder. Der Motor läuft kultiviert und vibrationsarm. Wird Kraft abgefordert, stellt er sie unverzüglich zur Verfügung und treibt den 1,4 Tonnen schweren Wagen vehement voran.
Perfekt, ohne zu ruckeln und äußerst schnell schaltet das DSG. Auf "D" justiert werden die Gänge möglichst ökonomisch gewechselt, was dem Spritverbrauch zugute kommt. Auf "S" für "Sportmodus" eingestellt drehen die Gänge höher aus - was auch einen höheren Verbrauch zur Folge hat. Der lag während unserer Testfahrten im Mittel bei 8,4 Litern. Das ist nicht gerade wenig.
Fazit: The Beetle Sport bietet Fahrspaß. Leider verbraucht er ein wenig zu viel und ist nicht besonders übersichtlich, was nach einer Eingewöhnungsphase aber nicht mehr ins Gewicht fällt. Fahrstabilität, Federung und Dämpfung sowie die Lenkung sind sportlich abgestimmt ohne zu unkomfortabel zu werden. "The Beetle Sport" kostet ab 27100 Euro.
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