Renault Kangoo als Transportpartner / Bei Motorisierung ist der Diesel die bessere Wahl
VON GÜNTER HOFFMEISTER
Bielefeld (nw). Der Renault Kangoo ist ein guter Partner, um Großes und Kleines sicher zu transportieren, egal ob es der lange Weihnachtsbaum, der große Kinderwagen, das sperrige Dreirad oder die Umzugskisten sind.
Der Platz dafür kann jeweils mit ein paar Handgriffen individuell geschaffen werden. Und das geht so: Die Lehnen (Sitzflächen der Rücksitze ducken sich automatisch mit) umklappen. Im Extremfall kann sogar noch die Lehne des Beifahrersitzes umgelegt werden. Erfreulicher Nebeneffekt. Da die Rückbank asymmetrisch geteilt klappbar ist, können sogar noch Personen auf der Transportfahrt mitgenommen werden.
Die vielseitige Nutzbarkeit und das großzügige Volumen des Kofferraums (660 l bis 2.866 l) sind zwei von vielen guten Eigenschaften, die den Kangoo so populär gemacht haben. Die Kult-Kiste von Renault mit den seitlichen Schiebetüren, die bequemen Ein- und Ausstieg gewährleisten, nützlich vor allem in den vielen viel zu engen Parkhäusern, hat noch mehr zu bieten. Etwa zahlreiche Ablagen, von denen einige aber zu verschachtelt gebaut sind, sodass es nicht leicht ist, darin Kleinigkeiten zu verstauen. Oder die Ablage vorne oberhalb der Frontscheiben. Leider rutscht bei Kurvenfahrt das dort Abgelegte munter hin und her.
An den insgesamt durch viel Hartplastikmaterial geprägten Innenraum müssen sich Hände und Augen gewöhnen. Erfreulich großzügig das Raum- und Platzangebot. Niemand sitzt beengt, im Gegenteil: Willkommen, liebe Hutträger und Frauen mit hochgesteckten Frisuren. Die Kopffreiheit gewährleistet viel Bewegungsspielraum.
Los geht die Reise. Der 1.5-l-Vierzylinder (verfügt nicht über eine Start-Stopp-Automatik) erweist sich im Stadt- und Überlandverkehr als ein guter Partner. Er ist zwar kein Garant für Tempo und Sprints, aber er sorgt für gutes Vorankommen und man kann bequem im Verkehr mitschwimmen.
Bei Fahrten auf der Autobahn macht es aus mehreren Gründen durchaus Sinn, sich an der Richtgeschwindigkeit von Tempo 130 zu orientieren. Zudem erweist sich der 250 Euro Aufpreis kostende Tempomat als hilfreich. Ein Mal eingestellt, sorgt er für gleichmäßiges Fahren, was den Verbrauch (9,6 l, zum Vergleich: der 110 PS-starke Diesel braucht 6,6 l) und die Stimmung im Auto positiv beeinflusst. Schade, dass der Kangoo keinen 6. Gang besitzt. Er würde nochmals Geräusch und Verbrauch absenken.
Beim Fahrkomfort und Fahrverhalten leistet sich der Kult-Renault keine Schwächen. Er rollt gut dahin, ist wendig im Stadtverkehr, und durchaus als bequem zu bezeichnen.
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