In einfachen Dingen steckt oft Revolutionäres. Wer kennt sie nicht, die bahnbrechenden Helfer, die ohne Schnickschnack den Alltag erleichtern und zugleich Zeit und Geld sparen: der Dübel etwa. Genial. Nun verkündet eine pfiffige Toyota-Idee mal wieder vom japanischen Erfindergeist. Der Autoriese bietet einen ungewöhnlichen Spritsparhelfer an: ein virtuelles Wasserglas auf dem Armaturenbrett. Das soll den Autofahrer optisch und spielerisch zu einem sparsamen Fahrstil erziehen.
Auf der Internetseite "www.aglassoftwater.org" hat Toyota ein kostenloses iPhone-App bereitgestellt, das ein gefülltes Glas Wasser zeigt. Über die Bewegungssensoren des Apple-Handys setzt das fahrende Auto die Flüssigkeit in Bewegung. Legt man das Smartphone mit der aktivierten Applikation ("Lower your consumption – Drive with a glass of water") neben sich in den Wagen, schwappt je nach Fahrweise das Wasser mehr oder weniger stark hin und her. Ziel soll nun sein, bei Anfahr- und Bremsmanöver so wenig wie möglich zu "verschütten". Der Pilot muss also sehr sanft beschleunigen, nicht so stark abbremsen und sacht die Kurven ansteuern. Mit diesem Fahrstil, so Toyota, sei eine Spritersparnis von bis zu zehn Prozent zu erzielen.
Wahrlich genial. Doch was machen die Zeitgenossen, die sich die teure Apple-Welt nicht leisten können oder wollen? Wir hätten einen Verbesserungsvorschlag. Wer erinnert sich nicht noch an den alten Wackeldackel oder die an der Frontscheibe zappelnde Elvis-Puppe.
Das Prinzip bleibt: Sobald Elvis die Hüfte schwingt und der Dackel mit dem Schwanz wedelt, heißt es runter vom Gas. Oder noch besser: die Porzellanvase. Einst zierte sie das Cockpit von Opel Admiral oder VW Käfer. Ganz real mit Wasser gefüllt dürfte dies den erzieherischen Effekt beschleunigen. Wer will schon mit einer nassen Hose am Ziel ankommen.
















