Vorne ganz prima und hinten durchaus noch vertretbar sind die Plätze zugeschnitten, dass niemand sich in die zweite Reihe abgeschoben fühlen muss. Nur sehr große Fond-Gäste kommen mit dem Dachhimmel in Kontakt. Wer ganz nach hinten blickt, weiß, warum die Franzosen ihr Baguette nicht viereckig, sondern schön schmal und lang backen.
Alles ist leicht klappbar: Sitzpolster und Lehne.
Fenster-Türgriff: Hübscher Design-Kniff. Fotos GüHo
Denn schmal ist die Laderaumtiefe, 170 Liter passen hinein, und wenn zum Baguette noch weitere Ausflugsaccessoires mitgenommen werden sollen, dann wird munter das hintere Sitzelement geklappt, 2/3 zu 1/3, erst das Sitzpolster, dann die Lehne. Die Idee, dem Auto kein rundgelutschtes Dutzendgesicht zu geben, weil das schon zu viele tragen, sondern ihm markante, fast schon ein bisschen wuchtige (siehe großes Bild) Züge zu verleihen, macht nicht nur äußerlich ordentlich was her.
Im Blick: Tacho rund, Drehzahlmesser eckig.
Klein, aber flexibel: Der Kofferraum des Spark.
Auch beim Innenraumdekor war Null-acht-fünfzehn nicht gewünscht, sondern auch etwas, was eher jüngere Käufer ansprechen soll. So sitzt ein runder Tacho auf der Lenksäule und rechts daneben angegliedert eine Anzeigen-Box, die viele Details enthält, vom Drehzahlmesser, Tankanzeige und Bordcomputer. Letzterer zeigt vieles an, nur nicht den Momentanverbrauch. Schade.
Verarbeitet ist alles tadellos. Kunststoff ist im Automobilbau nicht wegzudenken. Wichtig aber ist, wie man ihn fertigt und einsetzt. Beim Spark hat man sich Mühe gegeben, ihn unauffällig zu verbauen. Ablagen entdeckt man einige, manche sind einen Deut zu schmal ausgefallen. Pfiffig gelöst der äußere Türgriff der hinteren Türen: Oben im Fensterbereich integriert, das kennt man schon von Fiat und Alfa.
Zwei Motoren stehen zur Wahl: 1.0-l mit 68 PS und 1.2-l mit 83 PS. Er sorgt auch in unserem Spark für genug Temperament, um im City-Verkehr flink unterwegs zu sein. Hinaus aufs Land geht ebenso klaglos - nur für lange Etappen wünscht man sich ein paar Muckis mehr. Viel geschaltet werden muss der Motor ohnehin. Das ist nicht immer dem Verbrauch zuträglich - 6,1 l waren das Minimum
Was gefällt: Adrette Optik, ordentliche Ausstattung und Raumökonomie
Was gefällt nicht: ESP kostet 300 Euro extra, Motor sollte kräftiger und die Schaltung geschmeidiger sein.