Agnes Grey wird völlig isoliert von ihren Eltern in der englischen Provinz aufgezogen. Naiv schaut sie auf die Welt, doch dumm ist sie nicht. Als sich ihr Vater verspekuliert, beschließt sie, ihr Geld selbst zu verdienen. Als Gouvernante verdingt sie sich bei einer adeligen Familie auf dem Lande: Drei verzogene Kinder wollen gebändigt werden.
Doch alle Mühe ist vergebens, Agnes Grey muss sich eine andere Stelle suchen. Sie landet bei den Murrays, wo die Hormone heiratswilliger Töchter verrückt spielen. Doch alles Leid wird gelindert durch den Vikar Edward Weston, den das Mädchen auf seine naive, hoffnungsvolle Art liebt.
Doch es dauert, bis aus den beiden ein Ehepaar wird.
Anne Brontes Anliegen ist es nicht, mit dramatischen Worten eine Liebesgeschichte zu erzählen. Vielmehr liefert sie ein klassisches Sittengemälde, blickt genau hin und überliefert damit Geschichte: von aufreibenden Kutschfahrten über den Erziehungsstil des Landadels bis hin zum empfindsamen Werben um einen geliebten Menschen.
Anne Bronte, Agnes Grey, dtv-Taschenbuch, 8.90 Euro
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