Minden-Münsteraner Ruder-Allianz erwacht aus langem Winterschlaf / In Amsterdam am Wochenende der erste Härtetest
Das Bundesliga-Team "Melitta-Achter Minden" kann nach einem langen Winter endlich wieder auf dem Wasser zusammen trainieren. Aus Minden vom Bessel-Ruder-Club sind die ehemaligen Bessel- und Herderschülerinnen Sarah Schwier, Ann-Christin Meier, Inken Neppert, Melanie Lukas, Tanja Wolschendorf und Alina Sachtleben im Kader des Achters vertreten. Diese sechs Frauen bilden seit mehreren Jahren den Kern des Mindener Frauenachters.
Schon wie in der Saison 2010 geht der Achter auch dieses Jahr eine Kooperation mit dem Ruderverein Münster vom Landesleistungsstützpunkt Westfalen ein und komplettiert mit Hilke Müller, Lisa Thiem, Sybille Ellermann, Karoline Müller und Hannah das Team von der Weser. So startet der Achter mit einem erweiterten Kader von 13 Frauen in die dritte Saison der Bundesliga.
Die Mindener Herderschülerinnen Jördis Waterbär und Katharina Kleegrewe sind aus dem Juniorenbereich des Bessel-Ruder-Clubs zu den Frauen hinzugestoßen und wollen die Mannschaft tatkräftig unterstützen. Der erweiterte Kader erlaubt es der Mannschaft, auch während der laufenden Renntage noch Umbesetzungen vorzunehmen und so beispielsweise im Finale mit zwei ausgeruhten Ruderinnen an den Start zu gehen. Zudem kann auf eventuelle Ausfälle schneller reagiert und ein konstant hohes Leistungsniveau gewährleistet werden.
Nach aktuellem Planungsstand wird zum ersten Renntag der Ruder-Bundesliga am 14. Mai das Feld der 1. Frauenliga prall gefüllt mit 16 Teams in die Saison starten. Die Gegnerinnen des Achters Minden-Münster kommen dabei aus allen Teilen der Bundesrepublik, so sind u. a. Ruderhochburgen wie Hamburg, Berlin, Dresden und Krefeld mit Mannschaften vertreten. Aus diesen vier Städten ist auch mit der größten Konkurrenz zu rechnen. Der Alsterachter aus Hamburg ist sowohl 2009 als auch 2010 als offizieller Liga-Champion aus der Saison heraus gegangen.
Mit größerem Kader ins obere Mittelfeld
Durch zahlreiche Umbesetzungen in den gegnerischen Booten ist es allerdings schwierig, Einschätzungen für 2011 abzugeben. Außerdem ist das Wettkampfprinzip Ruder-Bundesliga nur schwer vorhersagbar. Auf der kurzen 350-m-Sprintdistanz muss jeder der circa 45 Schläge perfekt sitzen, um ein Rennen gewinnen zu können. Jeder kleinste Patzer, sei er durch Witterungseinflüsse von außen oder durch technische Fehler von innen ausgelöst, kann für den Rennausgang entscheidend sein. "Unsere Startlizenz haben wir erhalten, und die Saisonfinanzierung ist gesichert. Nun wollen wir versuchen an die Vorjahres-Saison anzuknüpfen und peilen eine Platzierung im oberen Mittelfeld an", lässt Steuerfrau Ann-Christin Meier forsch verlauten, welche mit ihrer Mannschaft 2010 auf Platz 6 landete.
Um dieses Ziel zu erreichen, startet der Achter bereits an diesem Wochenende auf der ersten Vorbereitungsregatta, dem Heineken Roeivierkamp in Amsterdam. An zwei Renntagen gilt es, die vier Distanzen über 5000 m, 2500 m, 750 m und 250 m erfolgreich zu absolvieren. Dieser Wettkampf bildet einen guten Übergang zwischen den Langstreckendistanzen, die hauptsächlich zur Verbesserung der Ausdauerathletik im Winter gefahren werden, und den Kurzstrecken, die im Sommer auf dem Programm stehen. Der heimische Achter startet hierbei als einziges Deutsches Boot in der Grachtenstadt.
www.melitta-achter.de
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