Noch einmal schlafen: Morgen früh geht es los / Organisator Beißner zufrieden: Sind im Zeitplan / 600 Helfer an der Strecke
Sportler und Sportfans dürfen sich freuen: Zwei Jahre nach dem letzten Rose-Marathon hat Minden wieder eine große Lauf-Veranstaltung zu Gast. Nicht nur die klassische Strecke über 42,195 Kilometer gehört zum Programm. Der Porta-Marathon präsentiert sich als Lauftag mit Angeboten für alle Leichtathleten - vom Profi bis hin zum Anfänger. So ist denn auch nicht die lange Strecke Hauptattraktion, sondern die Halbmarathon-Distanz, zu der sich bis gestern 580 Sportler angemeldet hatten.
Der Staffel-Marathon für Vierer-Teams, der Zehn-Kilometer-Lauf und der Bambini-Lauf runden das sportliche Angebot ab. Insgesamt 1700 Anmeldungen lagen dem Organisationsteam bis gestern vor. "Damit sind wir sehr zufrieden", sagt Cheforganisator Ulrich Beißer mit einem Lächeln auf den Lippen und fügt an: "Wir rechnen noch mit einem ganzen Schwung Nachmeldungen, besonders für den Bambini-Lauf." Zum Nachmelden haben interessierte Läufer nur noch heute die letzte Gelegenheit. Von 10 bis 20 Uhr können noch Startplätze im Porta-Markt in Barkhausen gebucht werden.
Dort startet morgen früh um neun Uhr der Marathon mit voraussichtlich 330 Sportlern. Bis um 15 Uhr haben die Athleten Zeit für die zwei Runden bis zur Zielankunft ebenfalls am namensgebenden Möbelhaus. Kaum zweieinhalb Stunden werden die besten Athleten benötigen, doch so mancher Läufer wird ein schweres Rennen gegen die unerbittlich tickende Uhr und den inneren Schweinehund erleben.
Sie werden nicht allein auf der Strecke sein, denn auch die anderen, zeitversetzt startenden Läufe, werden auf der Schleife rund um Minden ausgetragen. Der Zehn-Kilometer-Lauf nimmt allerdings einen anderen Anfang über die Portastraße und führt erst an der Straße "Nach den Bülten" auf die Hauptstrecke. Und so werden die Zuschauer eine Menge Betrieb erleben.
"Wir sind im Zeitplan und guter Dinge", meldet Beißner zufrieden den Stand der Vorbereitung. Gestresst sei das Team, aber gut gelaunt. Letzte Aufgaben sind am Sonntag der letzte Streckentest von Sportchef Eckhard Wiens, die Straßensperrungen und Wegmarkierungen sowie die Belieferung der Versorgungsstationen.
Um sechs Uhr beginnen die ersten der rund 600 Helfer mit dem Dienst. "Das wird für alle ein langer Tag", schätzt Beißner, der selbst einige Marathon-Läufe auf dem Buckel hat. Doch noch keiner war so anstrengend wie dieser - dabei kann er natürlich nicht mitlaufen.
Streckenposten, Versorgungspersonal an den Wasser- und Verpflegungsstationen, die Ersthelfer vom Deutschen Roten Kreuz und die Organisatoren in der Staffelwechselzone am Schwichowwall werden neben tausenden Zuschauern die Strecke säumen. "Auch einige Anwohner haben ihre Hilfe angeboten und versorgen die Läufer mit Wasser", berichtet Beißner. Er betreut die logistische Großaufgabe vom Start-Zielbereich am Porta-Markt. Doch wenn es brennt, kann er eingreifen. Zwei Smart-Autos stehen ihm für "Feuerwehr-Einsätze" zur Verfügung.
Doch der Organisations-Chef geht davon aus, dass alles bestens verläuft. "Das Wetter spielt uns in die Karten. Es soll trocken werden, wenn auch etwas kühl. Das ist für die Läufer gut, und die Zuschauer können sich ja einen Pullover anziehen", sagt Beißner.
Das MT berichtet ausführlich im Internet und in der Montagausgabe vom Porta-Marathon. Online werden eine Bildergalerie, alle Ergebnisse und Videofilme zu sehen sein
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