"Ich bin diesmal nur den Halbmarathon gelaufen." Sätze wie diesen hörte man in Porta aus dem Munde etlicher Läufer und sie klingen, als wäre nur die 42,195 Kilometer lange Strecke ein richtiger Lauf. Was für ein Unsinn. Es gibt bei der Leichtathletik keine Wertigkeit der Läufe. Jeder Lauf erfordert eine eigene Leistung und ein besonderes Training. Oder hat man olympische Sprintstars wie Usain Bolt jemals sagen hören: "Ich bin heute nur die 100 Meter gelaufen."
Der Porta-Marathon bietet zum Glück Läufe für jeden Geschmack, für jedes Alter, jeden Gesundheitsstand und jeden Läufertyp. Und das alles bietet der Lauftag in Barkhausen und Minden vor heimischer Kulisse, vor Freunden am Streckenrand und bei ausgereifter und familiärer Organisation. Diesmal sogar bei nahezu perfektem Wetter für die Zuschauer. Die honorierten das großartige Umfeld in Barkhausen mit dem besten Besuch aller drei Porta-Marathons. Das Laufspektakel wurde zum Volksfest. Nur die Zahl der Teilnehmer entwickelt sich nicht analog zur Qualität der Veranstaltung: Sie ist leicht gesunken.
Drei-, vier- oder fünftausend Sportler hätte das Lauffest verdient. Jeder Hobbyläufer der Region, Firmen, Schulen, Sportvereine aller Art - sie alle sollten mitmachen und den perfekt organisierten Tag nutzen, um die Begeisterung für das Laufen und für den Sport an sich zu wecken.
Diese Schar an potenziellen Läufern zu motivieren und das Potenzial im Mühlenkreis zu wecken wird für die Organisatoren die größte Herausforderung für die vierte Auflage werden. Perfekt organisieren können sie bereits. Perfekt mobilisieren müssen sie noch lernen. Schaffen sie das, dann hat der Porta-Marathon eine blühende Zukunft.


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