Immer mehr Hobbysportler würden mit Medikamenten wie Aspirin oder Ibuprofen Läufe und sogar das Training begleiten um Schmerzen - gerade im letzten Drittel der 42,195-Kilometer-Strecke - zu lindern und im Training die Intensität zu erhöhen. Beim Marathon in Bonn gaben im Rahmen einer Studie rund 50 Prozent der Starter an, Schmerzmittel einzunehmen. "Diese Werte sind durchaus übertragbar", sagt Mellwig. Der Oberarzt in der Klinik für Kardiologie am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen warnt vor dem Gebrauch der Medikamente im Ausdauersport. "Das sind gute Medikamente für die Menschen, die das unter ärztlicher Aufsicht nehmen müssen", sagt Mellwig. Doch der Arzt, der mit der Aktion "Sport mit Herz" auch den Porta-Marathon seit den Anfangstagen begleitet, warnt vor gedankenloser Nutzung, nur um den persönlichen Ehrgeiz nach immer besseren Zeiten zu stillen: Vor allem Herz, Nieren, Leber würden gefährdet. "Wir wünschen uns, dass alle gesund durch den Marathon kommen", sagt Mellwig.
Detlev Horn vom Porta-Organisationsteam pflichtet ihm bei: "Die Läufer sollen die Atmosphäre genießen und nicht Zeiten jagen. Am besten bleiben die Ersthelfer vom DRK am Sonntag arbeitslos."
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