Saltosprung entzückt Hiller Zuschauer / Möllbergens Interims-Duo: Einer für die Emotion, ein Zweiter für den kühlen Kopf
Akrobat: Die Zuschauer des Landesliga-Spiels TV Hille - CVJM Rödinghausen (Endstand 23:24) staunten nicht schlecht. Hilles Spieler Nils Südmeyer zeigte den Zuschauern einen akrobatischen Salto in Perfektion. Südmeyer stürmte aus der eigenen Abwehr, wollte sich einen abgeprallten Ball erkämpfen. Auch als das Leder bereits die Außenlinie an der Rödinghauser Bank passiert hatte stoppte Südmeyer nicht ab. Normalerweise wäre der Hiller direkt in die dort sitzenden Gäste-Spieler hineingerasselt. Doch Südmeyer entschied sich für die spektakulärere Variante. Er hob ab, sprang über das Hindernis hinweg, vollführte einen Salto in der Luft und landete wie ein Zirkusakrobat hinter der Gästebank auf dem Boden. "Ein Beweis dafür, wie heiß unsere Spieler in diesem Top-Spiel waren", kommentierte Hilles Coach Ingo Lange die "Luftnummer". Nachahm-Aktionen sind allerdings nicht zu empfehlen. (kn)
Überzahl: Überzahlspiel üben heißt es beim Drittligisten Lit Nordhemmern/Mindenerwald. Im Schlüsselspiel gegen den direkten Tabellenrivalen TSG Altenhagen/Heepen (31:31) stand es in der 57. Minute 29:29. Altenhagens Spieler Johannes Krause (Ex-GWD) kassierte in dieser entscheidenden Phase eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe. "Wir hatten damit für zwei Minuten eine Überzahl und hätten den Sack eigentlich zumachen müssen", schüttelte Nordhemmerns Mannschaftsverantwortlicher Gunnar Bredemeyer noch einen Tag später den Kopf. Doch die Überzahl fruchtete nichts. Der ansonsten überragende Lit-Linkshänder Simon Witte leistete sich bei sechs gegen fünf ein Stürmerfoul. Zudem kassierte Lit trotz seiner Überzahl zwei Treffer des Altenhageners Henrik Ortmann. Glücklicherweise gelang Nordhemmerns "Heberkönig" Karsten Gerling noch der Ausgleich zum 31:31 - allerdings erst beim Spiel sechs gegen sechs. "Angesichts der Tabellensituation ein Punktverlust, angesichts des Spielverlaufs ein Punktgewinn", kommentierte Nordhemmern III-Ex-Trainer Hermann Drees das Geschehen. (kn)
Absage per Telefon: Sechs Stunden vor Anpfiff der Begegnungen Möllbergen - Soest standen die Portaner ohne Trainer da. Möllbergens Handball-Chef Torsten Richter hatte die Absage von Ex-Coach Wolfgang Prüm nach dreieinhalbmonatiger Arbeit per Telefon erhalten. "Persönliche Gründe sind die primären Faktoren für die Entscheidung. Der hohe Zeitaufwand und der bis dahin leider fehlende sportliche Erfolg waren ausschlaggebend für seine Entscheidung, die er sich bestimmt nicht leicht gemacht hat", berichtete Richter. Kurz vor dem Spiel informierte der 2. Vorsitzende des TuS die Mannschaft vom Abschied des bisherigen Trainers. Und präsentierte mit Lars Molthahn und Ralf Kurz zwei Ersatzmänner. "Beide haben sich bereit erklärt, das Traineramt interimsmäßig zu bekleiden", so Torsten Richter. "Wir haben in der Kürze der Zeit versucht, die Motivation und den Einsatz zu erhöhen", berichtete Ralf Kurz nach der 31:37-Niederlage gegen starke Soester Gäste. "Man hat gemerkt, dass die Mannschaft leidenschaftlich gekämpft hat. Leider hat uns eine zu hohe Fehlerquote das Genick gebrochen", stellte Kurz ganz richtig fest. Das Interimstrainerduo teilt sich Aufgaben auf der Trainerbank. Lars Molthahn übernimmt mehr den emotionalen Part, gibt die Anweisungen, hält die Ansprache bei den Auszeiten. Ralf Kurz kümmert sich als Torwarttrainer um die Keeper, fungiert als Berater und als ruhender Pol. Ob dem Duo eine längere Verweildauer beschieden ist, hängt von dem ab, was Trainer in erster Linie für ihre Arbeit benötigen: Erfolg. (kn)
Möllbergens Interimscoach Lars Molthahn übernimmt auf der Bank den emotionalen Part...