Beim abschließenden Spiel gegen den Verbandsligisten HSG EURo blieb die ehemalige Vlothoerin Katharina Kater nach einem Sturz auf das Becken am Boden liegen und musste nach längerer Behandlungspause durch den Herforder Rettungsdienst ins Mindener Klinikum gebracht werden.
Die Stimmung unter allen Handballerinnen war unter dem Eindruck des Unfalls gedrückt. Die Lahderinnen gewannen das Spiel noch sicher mit 16:11, konnten sich aber verständlicherweise über den Siegerpokal, überreicht durch Kreis-Geschäftsführerin Doris Essing, nicht recht freuen.
"Wir haben bis dahin ein blitzsauberes Turnier gespielt. Gerade in der Partie gegen EURo war kein Klassenunterschied erkennbar", hielt sich die Freude bei TuS-Trainer Willy Zithier so in sichtbaren Grenzen.
Auch Hauke Hampel, Trainer der unterlegenen Mannschaft der HSG EURo, erkannte den verdienten Pokalsieg der Lahderinnen an.
Dass nach dem schweren Zusammenprall zwischen Kater und der EURo-Spielerin Simone Lah, die unverletzt blieb, beide noch eine Rote Karte aufgrund gegenseitiger persönlicher Beleidigungen durch die Schiedsrichter Marco Naumann-Bierbaum und Kai Noormann sahen, stieß auf Unverständnis. "Da standen alle noch unter Schock. Da hätte man durchaus mehr Fingerspitzengefühl beweisen können", sagte Hauke Hampel.
HSG Vlotho-Uffeln trennte sich im Duell der Kreisligisten vom TuS Hartum 8:8. HSG-Trainer Matthias Hanke und Hartums Trainer Dietmar Niemann verständigten sich darauf, auf ein Siebenmeterwerfen zu verzichten. So wurden beide Kreisligisten Dritter.
Ein Lob für die Schieris, die zweifelsohne korrekt entschieden haben und für ein solches Verhalten keinen Ermessensspielraum zuließen.