Landesliga: Ex-Bundesliga-Spieler Ralf Bruelheide macht Oberlübber Hoffnungen zunichte
Auf der anderen Seite verließen die Eintracht-Handballer aus Oberlübbe die Halle gesenkten Kopfes, hatten sie doch einen scheinbar sicheren Vorsprung aus den Händen gegeben. Und auch in Porta wollte keine Freude aufkommen.
Eintracht Oberlübbe - SV Löhne-Obernbeck 29:30 (10:11): "Wir haben es versäumt, den Sack nach unserer 22:19-Führung zuzumachen", ärgerte sich Oberlübbes Coach Herbert Maaß. Oberlübbe legte mit 0:4 zwar einen Fehlstart hin, verbuchte zwischen dem 15:14 (37.) und 22:19 (46.) aber mehrere Führungen. Die Abwehr stand in dieser Phase stabiler, der Angriff nutzte seine Chancen konsequent. Doch in der Schlussviertelstunde machte Obernbecks Neuverpflichtung Ralf Bruelheide dann klar, warum er als "Feuerwehrmann" geholt wurde. Bruelheide nahm das Spiel immer mehr in die Hand, erzielte wichtige Treffer und setzte seine Nebenleute geschickt ein. Am Ende stand Oberlübbe erneut mit leeren Händen da. "Uns fehlt einfach ein Erfolgserlebnis", sieht Herbert Maaß weiterhin eine gute Basis für den Klassenerhalt. Tore für Oberlübbe: Bröenhorst (11/3), Petereit (7/2), Vossbrink (3), Eickmeyer (3), Busche (2), Sikkema (2) und Prieß (1).
HSG Porta - TV Großenmarpe 21:31 (12:15): 20 Minuten lang passte einiges zusammen im Spiel der Portaner. Fabian Arning brachte gute Ideen ein. Bis zum Zwischenstand von 10:10 lief es vielversprechend. Dann jedoch vermochte man Großenmarpe nicht mehr unter Druck zu setzen. "Die zweite Halbzeit war sehr enttäuschend", machte HSG-Coach Dennis Eichhorn aus seinem Herzen keine Mördergrube. "Porta verhielt sich wie das Kaninchen vor der Schlange." Die Deckung agierte schwach und vorne wurde die TV-Verteidigung nicht mehr in Bewegung gebracht. Auch das Fehlen von Jens Thielke (krank) wollte Eichhorn nicht als Entschuldigung gelten lassen. Tore für Porta: Reimann (5/2), D. Groditzki (4), Hohlfeld (3), Arning (3), Kleimann (2), B. Groditzki (2), Tariq (1) und Bekemeyer (1).
HCE Bad Oeynhausen - TuS Lahde/Quetzen 24:30 (13:14): "Ein ganz, ganz wichtiger Sieg und das ohne Heiko Breuer", freute sich TuS-Trainer Werner Eyßer. "Die Truppe hat eine sehr gute 6:0-Deckung gespielt. Dennis Borcherding haben wir gut im Griff gehabt." Für Eyßer hat sich die Gegneranalyse der letzten Wochen ausgezahlt. Die Gäste starteten temporeich und wurden mit einer 5:1-Führung belohnt. Als der Gegner zur Pause auf ein Tor Abstand verkürzt hatte, ließen sich die Lahder nicht irritieren und blieben bei ihrem Konzept. Jakob Pries und Jan Beißner erzeugten viel Druck auf die gegnerische Deckung, so dass sich Lahde/Quetzen vom 19:16 auf 26:20 (54.) absetzen konnte. "Dann haben wir nur noch geguckt, dass wir das Spiel gewinnen", so Werner Eyßer weiter. Die Tore für Lahde/Quetzen: Beißner (8/5), Pries (7), Lampe (5), Pahnke (4), T. Busch (3), T. Breuer (2), Korte (1).