Arnold als erfolgreicher Vertreter / Lipperlandhalle in Lemgo evakuiert / Kreisläufer fühlt sich wie Ersatzteillager
Urlaubsvertretung: Trainer Dennis Eichhorn hat offensichtlich ein glückliches Händchen bei der Wahl seiner Urlaubsvertretungen. Während seiner Amtszeit beim TuS Möllbergen ließ sich Eichhorn mehrfach von Lars Molthahn vertreten. Mit gutem Erfolg, was die stetigen Aufstiege der Möllberger von der Bezirksliga bis in die Oberliga belegen. Bei seinem jetzigen Klub, dem Landesligisten HSG Porta Westfalica, hat Eichhorn erneut einen guten Ersatzmann gefunden. Weil Eichhorn am letzten Wochenende im Skiurlaub im österreichischen Obertauern weilte, übernahm Reservetrainer Hans-Jürgen Arnold das Coaching der Portaner beim Gastspiel in Lahde. Die Portaner gewannen das Derby verdient mit 30:28. "Hänschen" Arnold klatschte seine Spieler schon vor dem Abpfiff auf der Bank ab. "Eine Halbzeit haben wir uns in der Deckung schwer getan. Am Ende hatten wir aber die besseren Alternativen", freute sich "Feuerwehrmann" Arnold über sein gelungenes Landesliga-Debüt. (kn)
Halle evakuiert: Rund anderthalb Stunden vor Beginn der Bundesliga-Partie des TBV Lemgo gegen die SG Flensburg/Handewitt am Dienstagabend schrillten die Alarmglocken. Die Brandmeldeanlage in der Lipperlandhalle hatte angeschlagen. Alle Zuschauer, Spieler und Personal mussten die Halle verlassen. Die Feuerwehr Lemgo rückte an, durchkämmte die Räume - und gab Entwarnung: "Nichts gefunden." Über die Hallenlautsprecher wurden alle aufgefordert, wieder zurückzukehren ins Warme. Lipperlandhalle-Geschäftsführer Michael Arend zuckte mit den Schultern: "Auslöser unklar." (lz)
33 Zentimeter: Es sah ein bisschen aus wie David gegen Goliath. TV Neuhausens Ralf Bader bekam es beim Zweitliga-Spitzenspiel in der Kampa-Halle in der Abwehr mit dem GWD-Riesen Nenad Bilbija zu tun. 33 Zentimeter trennen die beiden voneinander. Mindens an der Achillesferse verletzte 2,08-Meter-Mann nutzte die Größenvorteile schon nach fünf Minuten aus und warf ohne hochzuspringen über seinen mit 1,75 Meter verhältnismäßig kleinen Gegenspieler hinweg. Bader kämpfte verbissen, und wenn man nur auf das Torekonto der zwei Konkurrenten schaut, sieht man ein 3:3. Also: Nicht immer kommt es auf die Größe an. (sru)
Klebestreifen für Ersatzteillager: Ein Möllberger fiel beim Spiel des Oberligisten gegen Bergkamen besonders auf: Bastian Sülberg-Tewes. Der TuS-Kreisläufer war am ganzen Körper mit bunten Klebestreifen geschmückt. Weiß an den Fingern, blau an den Waden und pink am Oberarm. "Die Finger hatte ich alle schon mal ausgekugelt und in den Waden hatte ich muskuläre Probleme", erklärte der Möllberger und gab zu. "Manchmal fühle ich mich wie ein lebendes Ersatzteillager." Zum Glück hielten die 13 Klebestreifen beim 33:33 gegen Bergkamen alle Teile erfolgreich zusammen. (sru)
Punkte weg: Die HSG HB Lemgo, Talentschuppen des Bundesligisten TBV Lemgo, ist die Tabellenführung in der 3. Liga los. Dem bisher unangefochtenen Spitzenreiter wurden vier Punkte am "Grünen Tisch" abgezogen. Grund: In zwei Spielen wurde mit Arjan Haenen ein Spieler eingesetzt, der wegen seines Mitwirkens im Bundesligateam nicht spielberechtigt war. So wurden den Lippern die Punkte aus den Siegen gegen die TSG Altenhagen-Heepen (35:27) und beim TuS Ferndorf (31:30) aberkannt. Damit wechselte die Tabellenführung zum punktgleichen TuS Ferndorf (29:9 Zähler). Die HSG um den Mindener Trainer Niels Pfannenschmidt wird den Punktabzug verschmerzen können: Ziel des Teams ist schließlich die Ausbildung junger Spieler. Aufsteigen darf der Bundesliga-Unterbau sowieso nicht. Am morgigen Freitag, beim Heimspiel gegen GWD Minden II in der Volker-Zerbe-Halle, ist Rückraumspieler Ari Haenen übrigens wieder spielberechtigt. (mt)
Eine Nummer größer: Wie ein Riese wirkt GWD-Spieler Nenad Bilbija zwischen den Neuhausenern Ralf Bader (links) und Alexander Trost. | Fotos: Jürgen Knicker/Stefan Rüter (2)