Damit stellt GWD II die Besetzung zwischen den Pfosten neu auf. Welge, Nummer eins bei der TSG, wird auch in Minden neuer Stammtorhüter. Als Nummer zwei ist der jungen Tristan Frerichs in seinem dann zweiten Seniorenjahr vorgesehen. Markus Ernst soll auf den noch zu schaffenden Posten des Co-Trainers wechseln und als stille Reserve im Notfall zur Verfügung stehen.
Geht: Konstantin Madert verlässt das Team. | Foto: jru
Keine Berücksichtigung erhält in der Planung Konstantin Madert. Der Vertrag des vor zwei Jahren von der HSG Barnstorf-Diepholz gekommenen Keepers wird nicht verlängert. Das gab Rainer Hösl, Teamkoordinator bei GWD II, gestern bekannt. "Nach einem guten ersten Jahr sind seine Leistungen nach seiner Verletzung zu wechselhaft", begründet Hösl die Trennung von Madert, der als dritter Torwart in der vergangenen Saison auch im Zweitligateam spielte.
Die Perspektive Bundesliga lockte auch Welge, der einen Einjahres-Vertrag erhielt, an die Weser. "Es ist vorgesehen, dass ich die gesamte Saisonvorbereitung inklusive Trainingslager mit der ersten Mannschaft mitmache", berichtete Welge, der sich auf die neue Herausforderung riesig freut: "Ich finde in Minden wirklich optimale Gegebenheiten vor, um mich sportlich weiter zu entwickeln.".
Möglich wird der Wechsel, der mit einem weitaus größeren Zeitaufwand als bisher verbunden ist, weil "Calli" Welge im Sommer in seinem Maschinenbaustudium alle Vorlesungen hinter sich gebracht hat und nur noch Klausuren und ein Praxissemester anstehen. "Wenn ich die Chance jetzt nicht nutze, dann wird es wahrscheinlich nie mehr etwas. Und ich möchte nicht in zwei Jahren da stehen und mich ärgern, weil ich diese Gelegenheit nicht beim Schopf gepackt habe", sagte Welge.
Bis zum Saisonende will das TSG-Urgestein indes noch alles dafür tun, mit seinem Verein die Klasse zu halten. "Ich bin vom Kopf her ganz bestimmt noch nicht weg", erklärt er. Bei der TSG Altenhagen-Heepen ist man über die Entscheidung Welges natürlich enttäuscht. Ersatz könnten die Bielefelder in Minden finden: Dort ist schließlich Konstantin Madert im Sommer ohne Job.
Wechselgedanken hegt offenbar bei der TSG auch Carsten Kappelt: Der Rückraumspieler wird laut "Neue Westfälischen" mit dem designierten Verbandsliga-Aufsteiger TSG Harsewinkel in Verbindung gebracht.