Bei Lit Nordhemmern/Mindenerwald kommt Ratlosigkeit auf / Trainer Bert Fuchs: Das war ein Klassenunterschied
"Wir brauchen uns nichts vorzumachen. Das war ein Klassenunterschied", stellte Lit-Trainer Bert Fuchs nach der fünften Heimniederlage realistisch fest. Uerdingen besaß das größere Selbstvertrauen und auch die größere Sicherheit. Die Gäste um ihren Spielmacher Thomas Pannen lagen nur bei 1:0 (Weßeling) und 2:1 (Weber) hinten.
Danach dominierte der Tabellensechste mehr oder weniger souverän. Beim 9:13 in der 18. Minute nahm Lit-Trainer Fuchs eine Auszeit.
Die Gastgeber versuchten ihr Glück mit zwei überraschenden Deckungsvarianten. Mit einem 4:2-System bzw. einer Sonderbewachung gegen Pannen sollte Uerdingen aus seinem Konzept geworfen werden. "Doch da war nichts zu machen. Uerdingen hatte soviel Substanz und Qualität, dass sie von diesen Maßnahmen nicht zu beeindrucken waren", stellte Bert Fuchs hinter fest. Beim 14:20 war bereits kurz vor der Pause ein deutlicher Nachteil für Nordhemmern eingetreten.
Nach dem Wechsel reizte Nordhemmern seine Möglichkeiten weiter aus. Für Torhüter Björn Gerling kam Linus Happel. Und neben Lutz Weßeling wurde mit Utz Grädtke auch die zweite Neuverpflichtung der "Nordies" auf das Feld geschickt.
Doch Bayer Uerdingen war einfach nicht zu knacken. Beim 20:29 (41.) betrug der Rückstand der Gastgeber bereits neun Tore. Und beim 28:40 in der 58. Minute klatschte Gäste-Trainer Olaf Mast seine komplette Ersatzbank vorzeitig ab.
Zu allem Übel wurde Nordhemmern dann auch noch vorgeführt. Den Treffer zum 28:37 erzielte Uerdingens Maximilian Unger nach einem gelungenen Kempa-Trick, mit dem die Lit-Abwehr ausgehebelt wurde. "Das ist bitter. Uerdingen war uns in allen Mannschaftsteilen überlegen. Sie konnten ihre Linie über 60 Minuten durchzuziehen", stellte Bert Fuchs fest. Bei Lit Nordhemmern gab es dagegen zu viele Baustellen. Neben einigen überhasteten Aktionen gab es drei vergebene Siebenmeter (zwei durch Hampel, einen durch Weber). "Aber es hilft nichts. Wir müssen trotzdem weiter an uns arbeiten", hofft Fuchs auf bessere Chancen in den Direktduellen gegen die Keller-Rivalen Hagen und Altenhagen/Heepen.