"Die Moral war sehr gut, aber diese Unentschieden bringen uns einfach nicht weiter", wirkte Möllbergens Trainer Hagen Hessenkämper trotz der tollen Aufholjagd etwas geknickt. Zu lange hatte sein Team in der Abwehr nicht richtig zugepackt und emotionslos agiert. Bergkamen nutzte diese Nachlässigkeiten vor allem in Person von Alexandros Katsigiannis aus. Über 20:18, und 26:22 zog Bergkamen auf 30:24 davon (52.). Eigentlich die Vorentscheidung.
Plötzlich aber wirkten die Möllberger, bei denen der angeschlagene Marcel Richter elf Tore erzielte, wie ausgewechselt. Reneé Hilla, der zuvor 50 Minuten auf der Bank schmorte, kam ins Spiel und wirbelte die TuRa-Abwehr mächtig durcheinander. Er warf die Treffer zum 26:30, 27:30, 32:32 und 33:32. Schon war der Sieg zum Greifen nah. "Wir hatten ja nix mehr zu verlieren. Das Publikum wurde immer lauter und hat uns angepeitscht", freute sich der Joker über seine vier Treffer und die wilde Schlussphase.
Allerdings sorgte Katsigiannis dafür, dass es kein vollkommenes Happy-End für die Möllberger gab. Fünf Sekunden vor dem Abpfiff traf er zum Ausgleich und am Ende wussten beide Mannschaften nicht so recht, ob sie sich freuen oder ärgern sollten. "Für mich war es ein verschenkter Punkt", ärgerte sich Hessenkämper über das 33:33.
TuS Möllbergen: Vieker (1. - 60); M. Richter (11/3), P. Richter (5), Hilla (4), Camen (3), Berg (3), Kurz (2), Sülberg-Tewes (2), Dittrich (2), Altvater (1), Oevermann, Lange.